128 Teams, 284 Teilnehmer: Fahrende Schätze bei der 31. Viersener Oldtimer-Rallye

Ein Jahr nach ihrem großen Jubiläum konnte die 31. Viersener Oldtimer-Rallye direkt mit einem Rekord starten, waren die Teilnahmeplätze doch bereits nach drei Wochen ausgebucht. Von Viersen über Wachtendonk, Arcen und bis in nach Süchteln ging die Strecke – für Teilnehmer und Zuschauer ein ereignisreicher Tag.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Viersen – Auf der Suche nach „Chinesenzeichen“ machten sich gestern erneut die Teilnehmer der 31. Viersener Oldtimer-Rallye. Rund 125 km galt es zu gewältigen auf der Route, die nicht zum Rasen gedacht war, sondern vielmehr zum Genießen. Genießen aber nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer, die bereits zum Start zahlreich erschienen waren um die 29 verschiedenen Kfz-Marken, die Teilnehmer aus 27 verschiedenen Städten oder 48 neuen Teams zu bestaunen. Herausgeputzt mal mit Blumen oder einem stilvollen Koffer-Accessoire waren die fahrenden Museen, der älteste Oldtimer über 80 Jahre alt, die vormittags den Weg nach Neersen, Schiefbahn, Willich und Kempen auf sich nahmen und nach einer Pause Richtung Kempen, Kleve, Archen und Süchteln starteten. Die Schnitzeljagd war auch in diesem Jahr aufgelockert worden durch kleine Aufgaben, die von den Teilnehmern gekonnt gelöst wurden.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Zwei- und vierrädrige Schätze, die trotz der „gemütlichen Kaffeefahrt“ alle einen von den begehrten Pokalen erringen wollten. In der Klasse 1, der Fahrzeuge bis 1939, starteten in diesem Jahr immerhin sechs Teilnehmer, besetzt mit den meisten Fahrzeugen war die Klasse 4 der Jahrgänge 1970 bis 1959, in der 54 Fahrzeuge angemeldet wurden. Teilweise hatten sie bereits zuvor eine weite Strecke bis hin nach Viersen bewältigt, denn zwar kamen 55 Teilnehmer aus Viersen, doch sogar aus Pulheim, Rheinberg, Swisttal, Köln oder Herdecke hatten Fahrer den Weg mit ihren historischen Stücken auf sich genommen. Als erstes startete in diesem Jahr ein BMW 327/8 aus dem Jahr 1939 mit 80 PS und einem Hubraum von 1957, gefolgt von einem Opel 6 aus dem Jahre 1936, einem Humber Super Snipe von 1939, einem Rolls Royce (1927), einem Opel 8 PS (1929) und einem Plymouth (1937). Echte „Hingucker“ nicht nur für Autofans.

Hinter dem letzten Fahrzeug, einer Honda GL 500 SilverWing aus Viersen, startete der „Lumpensammler“, der die Strecke abfuhr und Hilfe leistete, wo Hilfe gebraucht wurde. Denn wenn man so lange in der Garage steht, dann kann es durchaus zu einem kleinen Husten an der frischen Luft kommen, ganz unabhängig davon, wie gut die Zeugnisse der Automobilgeschichte gehegt und gepflegt werden. Der Ausrichter, der Werbering Viersen aktiv, wurde erneut in diesem Jahr vom Motorsportclub Süchteln e. V., der Stadt Viersen und der Volksbank Viersen unterstützt. Ihre Teams aus Ehrenamtlichen waren als Streckenposten und Parkplatzeinweiser für den reibungslosen Ablauf verantwortlich. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming