20. – 22.09.2019: 33. Internationales Jazzfestival Viersen

Bereits zum 33. Mal begrüßt Viersen am dritten Septemberwochenende 2019 in der Festhalle viele bekannte Musiker und Musikerinnen der Jazz- und Musikszene.

Viersen – Auf drei Bühnen und beim Public Viewing können sich die Besucher ein Programm ihrer Wahl zusammenstellen. Im Ali Haurand Keller präsentiert schwerpunktmäßig die junge Jazzszene ihr Können, auf Bühne zwei zeigen Stars der Klassikszene ihre Affinität zum Jazz und auf Bühne eins im großen Saal sorgen große Formationen für Big Band Sound und Tanzlaune.

Finanziell konnte auch hier das Preisniveau vom Vorjahr gehalten werden, d.h. 60 € fürs Festivalticket, 45 € für das jeweilige Tagesticket und 7,50 € für den Junior’s Jazz Open.
Das Programm startet am Freitag, 21.09.2018 um 19 Uhr und am Samstag, 22.09.2018 um 18 Uhr.

Das Jugendformat Jazzband Challenge findet 2019 bereits zum sechsten Mal statt. Zwei Wochen vor dem Festival, am 06.09.2019, 20 Uhr, wird in der Rockschicht auf der Bahnhofstraße in Viersen ein Wettbewerb ausgetragen, der talentierten Nachwuchs-Musiker die Möglichkeit gibt, ihre Jazz-Band/ihr Projekt vorzustellen und einen Auftritt beim diesjährigen Jazzfestival zu gewinnen. Unter dem Vorsitz des international renommierten Mundharmoniker-Spielers Konstantin Reinfeld wählt eine Jury sowie das Publikum vor Ort den oder die Gewinner aus.
Bewerben kann man sich bei der
Kulturabteilung der Stadt Viersen, Internationales Jazzfestival, Garvin Dickhof, Heimbachstr. 12, 41747 Viersen
Tel.: 02162.101369
oder als Mail an jazzfestival@viersen.de
Internetseite: www.jazzfestival-viersen.de

Foto: Rheinischer Spiegel

Artist in Residence ist in diesem Jahr der 1987 in Essen geborene Perkussionist Alexej Gerassimez,
Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater in München, Gewinner zahlreicher Wettbewerbe, Solist bei international renommierten Orchestern, Kammermusiker und Komponist. Sein Repertoire reicht von Klassik und Neuer Musik über Jazz bis zu Minimal Music. Für das Multitalent ist jeder Gegenstand ein Instrument, vorausgesetzt er klingt gut. Gemeinsam mit Freunden wird der Schlagwerker am Freitag, 20.09.2019 den Ernst Klusen Saal in Schwingung versetzen. Mit dabei sind der US-Amerikaner David Friedman, ein Weltstar am Vibraphon, Julius Heise, Performer, Jazzmusiker, Komponist, Percussionist und Lehrer, der Jazzcellist Stephan Braun sowie der letztjährige Artist in Residence Omer Klein am Piano. In unterschiedlichen Besetzungen wird Gerassimez gleich dreimal an diesem Abend das Publikum begeistern.

Den Festivalauftakt auf Bühne 1 übernimmt am 20.09.2019 um 19 Uhr die charismatische funky Alphornspielerin Eliana Burki mit ihrem Trio. Die junge Schweizerin, die das Alphorn in Funk-, Pop- und Jazz-Songs verwendet, gehört zu den talentiertesten Alphornspielerinnen der Welt. Mit eigens für sie gebauten Instrumenten, den sog. Burki-Hörnern, erzeugt sie Töne, die auf dem klassischen Alphorn nicht möglich sind. Gemeinsam mit ihrem Trio, dem Schweizer Dummer und Perkussionisten Jwan Steiner und Christian Winiker an der Gitarre, verbindet die Alphornrevolutionärin auf diesen Instrumenten den archaischen Klang des Schweizer Nationalinstrumentes mit jazzigen Elementen nach dem Vorbild Miles Davis‘ oder Jeff Bakers.

Station in Viersen macht am gleichen Abend auch der US-amerikanische Sänger und Saxophonist Curtis Stigers, dessen Liveauftritte immer wieder großes Entertainment versprechen. Neben Welthits wie „I Wonder Why“ präsentiert der mehrfache ECHO Jazz Preisträger starke Songs als Jazzinterpret. Als einer der wohl vielseitigsten Jazz-Sänger unserer Zeit überrascht er bis heute immer wieder mit jazzigen Interpretationen und Eigenkompositionen. Sein wichtigstes Ziel ist es, sein Publikum glücklich zu machen.

Und dann heißt es „It’s partytime“, wenn das Duo Goldmeister gemeinsam mit einer 7-köpfigen Band den großen Saal rockt und das Publikum in Tanzlaune versetzt. Die Idee Hip-Hop und Oldtime Jazz mit-einander zu verbinden, kam Phil Ohleyer und Chris Dunker spontan. Auf ihrem Debütalbum „Alles Gold“ lassen Goldmeister die zwanziger Jahre aufleben und verwandeln groovige Hip-Hop Nummern und poppige deutsche Ohrwürmer wie „Haus am See“, „Nicht von dieser Welt“, „Cello“ oder „Lila Wolken“ in echte Swing-Wunder. Mit Schlagzeug und Kontrabass servieren die begleitenden Ragtime Bandits in bester Dixieland-Manier eine swingende Basis, auf der sich Trompete, Saxophon, Klarinette und Po-saune mit virtuosen Einwürfen perfekt austoben können.

Ein lyrisches Gesamtkunstwerk liefert am ersten Festivaltag die Wahlkölnerin Erna Rot auf Bühne 3. Die gebürtige Berlinerin ist eine Geschichtenerzählerin. Sie singt auf Deutsch über das Leben, über Scharlatane, Wichtigtuer, Nörgeljane und Miesepeter. Zusammen mit ihrer Band von Gleichgesinnten hat sie sich bereits ein breites Publikum erspielt. Musikalisch liefert ihr der Jazz den Boden, den sie berührungsfrei mit anderen Stielen wie Chanson, Swing, Bluegrass oder Pop mixt und variiert. Hauptsache Musik, Hauptsache authentisch, Hauptsache Erna!

Topact des Festivalsamstag, 21.09.2019, ist der Auftritt des 60-köpfigen Metropole Orkest unter der Leitung seines Chefdirigenten Jules Buckley. Gemeinsam mit dem US-amerikanischen Tenorsaxophonist Donny McCaslin, bekannt geworden durch seine gefeierte Arbeit bei David Bowies letztem Album „Blackstar“, wird eines der führenden Jazz- und Poporchester der Welt eines der wenigen Deutschland-konzerte in Viersen geben, was ein großes Renommee für die Festhalle Viersen bedeutet. Aber auch Donny kommt nicht alleine, er wird begleitet von dem wundervollen Jason Lindner an den Keyboards und dem Sänger und Gitarristen Ryan Dahle. Das Metropole Orkest, mehrfacher Gewinner der begehrten Grammy Awards, ist Gast auf den bedeutendsten Jazzfestivals Europas und nach mehrjähriger Überzeugungsarbeit heißt es nun: Herzlich willkommen in Viersen.

Den Auftakt auf Bühne 1 übernimmt um 19 Uhr die Modern-Jazz-Rock-Formation Jin Jim, absolute Senkrechtstarter in der deutschen Jazzszene. Der stürmische Erfolg des Quartetts basiert neben einer perfekten Harmonie auf der Innovation, die ihnen mit ihrer Musik gelingt: Mit bisher unbekannter Wucht verschmelzen hier Latin, Jazz und Rock: Rhythmisch hochkomplex, dafür harmonisch zugänglich, mit Einflüssen von Flamenco über indische Musik bis zum Pop. Die solistische Rolle in der Musik trägt mit der Flöte ein im Jazz seltenes Instrument. Manrique-Smith, der in Frankfurt und an der Musikhochschule in Köln studiert hat, bevor er mit Stars wie Dee Dee Bridgewater, Samuel Rohrer und Halo Schifrin auftrat, spielt das Instrument ungewöhnlich virtuos und vielseitig.

Klassik trifft Jazz auf Bühne 2:
Andreas Martin Hofmeir & Band ist der höchst ungewöhnliche Zusammenschluss einer Tuba als Leadstimme mit einer Jazzband. Der Grenzgänger Hofmeir (ECHO Klassik-Preisträger, Gründungsmitglied von LaBrassBanda, wortmächtiger Kabarettist und Bestseller-Autor) trifft dabei auf drei der besten Jazzmusiker des süddeutschen Raums: André Schwager am Piano, Jay Lateef am Schlagzeug und Andreas Kurz am Bass sind Jazzgrößen für sich. Zusammen erschaffen die vier Musiker ein bisher unerhörtes Musikerlebnis! Unter dem Titel “Brazilian Night” entführen sie das Publikum für einen verträumten und humorvollen Abend nach Südamerika.

Später am Abend trifft der berühmte Klarinettist Sebastian Manz auf den renommierten Jazztrompeter und -pianisten Sebastian Studnitzky. Letzterer, Professor für Jazz Trompete an der Hochschule für Musik in Dresden, setzt sich mit seiner Musik wohltuend vom gängigen Klassik – Jazz Crossover ab. Musik zu kantig für Pop, zu emotional für Jazz, zu üppig für Elektro, zu groovig für Avantgarde.
Sebastian Manz, Soloklarinettist des SWR Symphonieorchesters, Mitglied des Bläserensembles variation 5, mehrfacher ECHO Klassik Preisträger, ist musikalisch vielseitig unterwegs.
Sebastian trifft auf Sebastian, Klarinette trifft auf Trompete und Klavier, zwei Wanderer zwischen den Genres treffen aufeinander, mehr wollen die beiden preisgekrönten Musiker noch nicht verraten über das Programm, das sie beim 33. Int. Jazzfestival Viersen vorstellen werden.

Marcus Klossek, eine etablierte Instanz der Berliner Jazzszene, versteht es auf Bühne 3 mit seinem Electric Trio auf den Punkt zu kommen und im Ali Haurand Keller eine wunderbare Lounge-Atmosphäre entstehen zu lassen. Eine Fender Telecaster, sozusagen die Urform der E-Gitarre, Bass und Schlagzeug; mehr braucht es nicht, um die Songs von Marcus Klossek zum Klingen zu bringen!

Als bewährte Moderatoren könnten erneut der bekannte WDR-Moderator Dieter Könnes für Bühne 1 und der Mundharmonika-Spieler Konstantin Reinfeld für Bühne 2 und 3 gewonnen werden.
Mit Jazz und guten Freunden kann man die Welt erobern, auch wenn man als Kater mit einer blauen Tatze zunächst ein Außenseiter ist und ausgelacht wird. Dies ist die Quintessenz des Juniors Jazz Open, dem Familientag des Jazzfestivals am Sonntag, 22.09.201.9 um 15 Uhr. „Matze mit der blauen Tatze“ heißt das Jazz-Kinder-Konzert zum Mitswingen des bayrischen Verein mini.musik, der mit Matzes Swing und Groove Band die Festhalle rockt. Traditionsgemäß werden an diesem Tag auch die neuen Kulturstrolche begrüßt, wie immer zu erkennen mit den von der Sparkasse Krefeld geförderten orangen T-Shirts.