20 neue Style-Experten für die Region: Friseur-Innung Kreis Viersen sprach den Nachwuchs los

18 Friseurinnen und zwei Friseure haben ihre Gesellenprüfung bestanden und erhielten am Sonntag im Rahmen einer Feierstunde ihre Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse. Die Friseur-Innung Kreis Viersen hatte dazu in den Rahserhof nach Viersen eingeladen.

Viersen/Region – Die Feier an einem Sonntagmorgen war eine kleine Premiere für sich. In der Vergangenheit sprach die Friseur-Innung ihre Nachwuchskräfte stets an einem Samstagabend von den Verpflichtungen der Ausbildung los. 2019 kehrte sie mit der Veranstaltung nun von Willich an ihren Geschäftssitz in Viersen zurück und ließ die Teilnehmer nach dem offiziellen Teil mit einem Brunch-Buffet vom Team des Rahserhofs verwöhnen.

So strahlte am Sonntag die Vormittagssonne mit den Junggesellen und auch mit Obermeisterin Alexandra Houx-Brenner um die Wette, die punkt 11 Uhr mit ihrem Grußwort die Feier eröffnete. Sie lobte die Zielstrebigkeit und Leistungsbereitschaft, mit der die jüngste Generation der Friseure in der Region Viersen ihre Ausbildungszeit und schließlich ihre Prüfung bewerkstelligt hatte.

Am 7. Juli, dem „Internationalen Tag der Schokolade“, präsentierten sich die Nachwuchskräfte des Friseur-Handwerks in der Region Viersen mit ihren Ausbildungsbegleitern und Mitgliedern der Friseur-Innung Kreis Viersen – wie könnte es anders sein – ausschließlich von ihrer Schokoladenseite.
Foto: Kreishandwerkerschaft

Mit Blick auf die zunehmend digitalisierte Zukunft freute sie sich: „Das Schöne an unserem Beruf ist, dass wir nicht durch Maschinen ersetzbar sind; wir dürfen kreativ sein.“ Sie zeigte Verständnis, dass sich die Nachwuchskräfte nun erst einmal über eine Pause vom Lernen freuen, ermunterte sie aber auch, auf ihrem weiteren Karriereweg die Weiterbildung fest im Blick zu behalten. Ihr Motto für Freude und Beruf im Friseur-Handwerk sei: „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“

Ihren Dank richtete Alexandra Houx-Brenner an den Prüfungsausschuss der Innung und an alle Ausbildungsbetriebe von Brüggen bis Meerbusch, deren Engagement ihren Berufsstand zumindest für den Moment von Nachwuchssorgen befreit habe. Dem Berufskolleg Viersen, das mit gleich drei Vertreterinnen an der Lossprechungsfeier teilnahm, fühle sich die Innung mittlerweile schon freundschaftlich verbunden und danke ihm besonders für die bemerkenswerte Abschlussklasse 2019.

Ihrem Grußwort schloss sich das von Marc Peters an, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein Krefeld-Viersen-Neuss mit aktuell 3.700 Auszubildenden. „Sie haben es geschafft und gehören jetzt zu den Experten Ihres Berufsstands“, gratulierte er den Absolventen. „Sie haben durch Ihren Prüfungsabschluss gezeigt, dass Sie nicht nur gelernt, sondern das Gelernte auch verstanden haben und es erfolgreich anzuwenden wissen.“ Als Jurist beneide er die Friseure fast ein bisschen: „Sie sehen am Ende jedes Kundenbesuchs direkt, was Sie Gutes geleistet haben.“

Marc Peters hob hervor, dass eine erfolgreiche Ausbildung nicht nur von den Meisterbetrieben des Friseur-Handwerks abhängig sei, die viel Geld, Zeit und Leidenschaft in die Nachwuchskräfte investierten. Auch den Familien sei Dank zu zollen, dass sie ihre Kinder auf dem Weg in den Beruf tatkräftig unterstützt hätten und nun den Erfolg so begeistert mit ihnen feierten.

Das Gros der 18 Jung-Friseurinnen und zwei Jung-Friseure wird nach der Ausbildung nun weiter in den Lehrbetrieben bleiben, aber recht zügig mit der Meisterschule beginnen, wie Berufskolleg-Lehrerin Heike Guhl aus Erfahrung weiß. Sie erklärte am Rande der Innungsfeier auch, dass sich das Friseur-Handwerk zwar generell Sorgen um den Nachwuchs mache, jedoch nicht unbedingt um den männlichen Nachwuchs. Von den geflüchteten jungen Männern, die im Handwerk Fuß fassen könnten, würden sich eine ganze Reihe für den Friseur-Beruf interessieren, da sie aus Heimatländern stammten, in denen dieses Handwerk einen gehobenen Stellenwert genieße.

Losgesprochen wurden:
Tatjana Kerstin Meyer (Ausbildungsbetrieh: Klier Hair Group GmbH, Viersen), Alicia Schurig (Zeynep Aksu u. Monika Frieters GbR), Barbara Thielen (HairGroup AG, Viersen), Julia Büsen (Mareike Krüger, Nettetal), Nina Goertz (Friseur Schmitt GmbH, Meerbusch), Sebastian Hensgen (Ulrich Eirmbter, Willich), Nadine Heuer (Wilfrid Dürrwald und Riccardo Giammarresi GbR, Grefrath), Diana Hofmayer (Klier Hair Group GmbH, Geldern), Janina Hüsges (Guido Paar, Willich), Cassandra Jasmin Kurrek (Marita Cranen, Brüggen), Miquel Lennartz (Nina Kellmann, Viersen), Sarah Meuser (Ralph Bielen, Brüggen), Michelle Nastola (Marita Cranen, Brüggen), Kristina Neu (Marita Brandts, Tönisvorst), Maike Plücken (Margarete Goertz, Brüggen), Isabell Reinhardt (Dorothea Aretz-Schmitt, Schwalmtal), Katja Sucke (Friseur Schmitt GmbH, Meerbusch), Sarah van Stiphoudt (Ihr professionelles Haarstudio by Dzenefa UG, Kempen), Jacqueline Wyers (Klier Hair Group GmbH, Viersen), Seda Yavuz (Rahmi Yavuz, Krefeld)