20 weitere Fahrradboxen am Bahnhof Viersen geplant

Die Stadtverwaltung Viersen wird einen Förderantrag für 20 weitere Fahrradboxen am Viersener Bahnhof vorbereiten. Den Auftrag dazu hat der Ordnungs- und Straßenverkehrsausschuss beschlossen. Die Boxen könnten in diesem Fall im Lauf des Jahres 2019 aufgestellt werden.

Der Viersener Bahnhof bei seiner Neueröffnung nach Sanierung. Foto: Martin Häming

Viersen – Die Fahrradboxen am Viersener Bahnhof sind vollständig ausgelastet. Hinzu kommt eine Warteliste von mehr als 40 Personen. Die SPD-Fraktion hat beantragt, das Angebot an Fahrradboxen zu erweitern. Die Verwaltung hat daraufhin die Möglichkeiten geprüft, mehr abschließbare Unterbringungsmöglichkeiten für Fahrräder am Bahnhof zu schaffen. Außerdem wurde bei den Menschen auf der Warteliste nachgefragt, ob sie weiterhin daran interessiert sind, eine Box zu mieten.

Danach besteht unverändert hohes Interesse an diesen Möglichkeiten. Im Bereich der bereits installierten Boxen besteht zudem die Möglichkeit, ergänzende Unterstellplätze einzurichten. Für den Kauf soll nun ein Antrag beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gestellt werden. Dieser fördert bei nachgewiesenem Bedarf die Beschaffung mit bis zu 90 Prozent. Die Förderregeln sind so gestaltet, dass pro Antrag Boxen für mindestens 25.000 Euro gekauft werden müssen.

Außerdem muss ein Viertel der Boxen ein elektronisches Schließsystem haben. Diese Boxen werden nicht dauerhaft vermietet. Vielmehr können sie nur für jeweils höchstens 72 Stunden belegt werden. Eine Box zur Dauervermietung kostet einschließlich Aufstellung 1800 Euro. Für die elektronische Variante wären es 2500 Euro. Danach müsste die Stadt mindestens zehn gewöhnliche und drei elektronische Boxen beschaffen. Die Verwaltung hat nun vorgeschlagen insgesamt 20 Fahrradboxen zu kaufen. Fünf davon erhalten ein elektronisches Schließsystem.

Wegen der vorgegebenen Zeitpläne für solche Abläufe beantragt die Stadtverwaltung nun die Aufnahme in das ÖPNV-Förderprogramm 2019. Der Beschluss des Ausschusses steht allerdings unter einem Vorbehalt: Er kann nur umgesetzt werden, wenn das dafür erforderliche Geld im städtischen Haushalt des Jahres 2019 bereitgestellt wird. Nach heutiger Schätzung kosten die Boxen insgesamt 39.500 Euro. Davon würde der VRR 35.550 Euro durch Fördermittel decken.