5. Juni – Tag der Organspende „Entscheide dich“

Der Tag der Organspende will möglichst viele Menschen dazu motivieren, sich mit dem Thema zu befassen. Es ist aber auch ein Tag des Dankes und des Gedenkens an die Menschen, die sich für eine Organspende entschieden haben und damit Leben retteten.

Deutschland – Gut 9.000 Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan. „Sie haben verdient, dass wir uns entscheiden,“ so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. „Ob man Organe spenden würde oder nicht – das ist eine sehr persönliche Entscheidung. Aber eine Entscheidung, die Leben retten kann.“

Jeder kann seine Entscheidung schriftlich im Organspendeausweis dokumentieren. Im kommenden Jahr wird außerdem ein bundesweites Online-Register eingerichtet, in dem auch die persönliche Entscheidung zur Organspende niedergelegt werden kann.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat jüngst den Studienbericht „Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2020“ veröffentlicht.

Ein zentrales Ergebnis: Immer mehr Menschen dokumentieren ihre Entscheidung zur Organ- und Gewebespende. 44 Prozent der Befragten haben mittlerweile ihre Entscheidung schriftlich festgehalten, sei es in einem Organspendeausweis und/oder in einer Patientenverfügung. Im Jahr 2012 waren es erst 26 Prozent.

Zahlreiche Live-Sendungen, Direktschaltungen und Videos auf www.tagderorganspende.de greifen das Thema am 5. Juni auf. Begleitet werden sie von virtuellen Kampagnen, wie die Aktion „Geschenkte Lebensjahre“. In den sozialen Netzwerken macht insbesondere die Challenge #EntscheideDich auf die persönliche Entscheidung des Einzelnen aufmerksam. (opm/paz)

Foto: Bundesregierung