Nettetal/Niederkrüchten: 50 Jugendliche erleben die Arbeit auf einer Wache

„Wenn ich groß bin, werde ich Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau.“ Diesen Traum träumen viele Kinder. Diejenigen, die sich entscheiden, Mitglied einer Jugendfeuerwehr zu werden, kommen der Erfüllung dieses Traums schon einen großen Schritt näher.

Nettetal/Niederkrüchten – Und manchmal haben sie Ausbilder, die viel Extra-Zeit investieren, um ihnen einen Berufsfeuerwehrtag zu ermöglichen. In diesem Fall waren es vier Monate, in denen sich Ausbildende der Jugendfeuerwehren Niederkrüchten und Nettetal regelmäßig getroffen haben, um einen Tag mit vielen Einsätzen und Erlebnissen vorzubereiten.
Das durften 27 Kinder und Jugendliche aus Nettetal und 14 aus Niederkrüchten, alle im Alter zwischen zehn und 17 Jahren, jetzt erleben. 26 Ausbilderinnen und Ausbilder verbrachten diesen Tag mit ihnen auf der „Wache“ am Trainingsgelände der Niederkrüchtener Feuerwehr. Dass der Einsatzbereich der Feuerwehr vielfältig ist, wissen sie schon aus ihren regelmäßigen Diensten. Jetzt konnten sie es hautnah erleben.
Eine Ölspur auf der Straße zu beseitigen gehörte ebenso zu den Aufgaben, die sie bewältigen durften, wie die Katze, die aus dem Baum geholt werden musste. Dann lag noch ein Baum quer über die Straße. Sie mussten eine brennende Hütte löschen und einen verletzten Dachdecker von einem Dach retten.
Und natürlich haben die Kinder und Jugendlichen auch die Zeit zwischen den Einsätzen nicht untätig auf der Wache verbracht – es galt, sich in Erster Hilfe fortzubilden und sportlich fit zu halten. Ein besonderes Highlight war der SAR-Hubschrauber, den sie aus nächster Nähe sehen und begutachten konnten.

„Alle Jugendlichen stellten sich hundertprozentig den Aufgaben und zeigten so ihre hohe Motivation, mit der sie bei der Jugendfeuerwehr dabei sind. Die aktiven Abteilungen können sich in den nächsten Jahren auf engagierten Nachwuchs freuen“, so Nettetals Stadtjugendfeuerwehrwart Thomas Ritters und Niederkrüchtens Jugendwart André Koos.
Als die Ausbilder am Abend in erschöpfte, aber glückliche Gesichter blickten, wussten sie einmal mehr, dass es sich auch diesmal gelohnt hat, viel Freizeit zu investieren, um für die Kinder und Jugendlichen Feuerwehr erlebbar zu machen.

Foto: Feuerwehr Niederkrüchten/Nettetal