60 Jahre Bezirksjungschützen – 40 Jahre Bezirksjungschützenpräses

Diese beiden Jubiläen wurden mit einem Gottesdienst in der Hl. Geist Kirche in Geistenbeck feierlich eröffnet und von Johannes van der Vorst und Hermann-Josef Schagen zelebriert.
Von RS-Redakteurin Marlene Katz

Mönchengladbach – Zu Beginn begrüßte der Bezirksjungschützenmeister alle Anwesenden, ganz besonders aber den Diözesankönig Jan Croonenberg, die Diözesanprinzessin Nadja Heck, das Bezirkskönigshaus, den Bruderrat sowie Horst Thoren.

Dann wandte er sich an Johannes van der Vorst, der seit 1979, also seit 40 Jahren, Präses der Bezirksjugend ist und dankte ihm für seinen Einsatz. Es fiel ihm schwer etwas über ihn zu schreiben, aber er hatte viele Geschichten von ihm und über ihn gehört.

Schnock zeigte den Lebenslauf von van der Vorst auf, von der Geburt, über die Schule, dass er 1968 zum Priester geweiht wurde, seit 1975 in Geistenbeck als Pfarrer tätig ist, seit 1979 Jungschützenpräses ist und seit 1984 zusätzlich Bezirkspräses. Auch hatte er im letzten Jahr sein 50. Priesterjubiläum gefeiert. Weiter führte er an, wenn es eine Veranstaltung gibt, in dem auch gegessen wird, spricht er immer vorher das Tischgebet.

Van der Vorst führte dann, in Bezug auf den Hl. Sebastianus, der der Schutzpatron der Bruderschaften ist aus, dass er an seinem 75. Geburtstag von der Bruderschaft Waldhausen eine Statue von diesem erhalten habe. Zuletzt war er mit den Europäischen Schützen in Rom und hat dort einen riesengroßen Sebastianus in der San Sebastiano gesehen. Er teilte den Besuchern mit, dass sie in der Messe mehr über diesen erfahren werden und sprach das Sebastianusgebet.

Van der Vorst begann seine Predigt mit negativen Worten, so z.B. wenn ein Handwerker einen Termin verspricht, dann aber nicht kommt. Wenn Liebe und Treue zerbrechen, wenn der Arbeitsplatz bedroht ist, wenn ein Ja in ein Nein verwandelt wird oder was draußen drauf steht, muss nicht immer drin sein.

Dann wurde das Leben vom Hl. Sebastianus dargestellt. Thomas Jürgens, ebenfalls im Vorstand der Bezirksjugend stellte die Fragen und Sebastian Schnock gab die entsprechenden Antworten.

Nach der Kommunion gingen Schnock und Horst Thoren zum Altar. Thoren hob hervor, dass van der Vorst und auch Schagen bei der Reise nach Rom am Altar im Petersdom gestanden und die Messe zelebriert hatten. Er nannte die Beiden zwei starke Säulen des Glaubens. Auch lobte er van der Vorst wegen seiner Jugendlichkeit und dass sie hier sind, ist ein Zeichen der Jugendlichkeit und hat mit dem Alter nichts zu tun. Stolz trug Thoren noch vor, dass der Papst in einer nachfolgenden Messe auf dem Stuhl gesessen habe, wo zuvor van der Vorst Platz genommen hatte.

Dann überreichten Schnock und Thoren van der Vorst ein besonderes Geschenk und zwar eine Stola, die die Verbindung zwischen Kirche und dem Papst zeigte und zwar das Zeichen der Barmherzigkeit und das passt zu van der Vorst. Das war das erste Geschenk. Weiter erhielt van der Vorst eine VIP-Karte für das Spiel Borussia gegen Freiburg in der Borussia-Lounge. (das Spiel gewann Borussia 4:2)

Jetzt wandte sich Thoren an Schnock bzw. die Bezirksjungend und hatte ein Geschenk für die Zukunft mitgebracht. Wenn diese in neben dem Prinzen- bzw. Schülerprinzenschiessen einen Bambini-Wettkampft anbietet, wird es eine silberne Amtskette geben, versehen mit dem Hl. Nikolaus und dem Spruch „Lass uns froh und munter sein“. Diese soll dann beim ersten Wettbewerb übergeben werden.

Zum Schluss sagte van der Vorst einfach nur „Danke“ und bat die Besucher darauf zu achten, was drauf steht, sollte auch drin sein.

Beim Verlassen der Kirche wurden van der Vorst und Schagen mit einem Ständchen vom Tambourcorps Neuwerk überrascht.

Auch hatten Frank Boss und Jochen Klenner (beide MdL) es sich nicht nehmen lassen, an der Messe, dem Ständchen und dem anschließenden gemütlichen Teil teilzunehmen.

Im „Vorsthaus“ (Pfarrheim) spielte das Tambourcorps noch einmal auf und Thomas Zimberg, der Tambourmajor, war stolz, dass dieses Corps das neueste und jüngste Corps in NRW ist. Er wies noch einmal auf das Benefiz-Konzert am 15. März 2020 hin, bei dem der Brauchtumspreis an die Band „Echt Lecker“ und der Jugendpreis an Yannick Gaden übergeben wird. Der Erlös ist für die schwerst mehrfach behinderten und dauer beatmeten Kinder im AKH Viersen.

Die teilnehmenden Schülerprinzen und Prinzen mit Diözesanprinzessin Nadja Heck und Diözesankönig Jan Croonenberg

Bei ihrem Auszug durfte Michael Günner zum ersten Mal als Tambourmajor agieren, was ihn mit Stolz erfüllte.

Thoren gratulierte ebenfalls der Bezirksjugend zum 60. Jubiläum. Dass diese damals gegründet wurde, war eine gute Tat. Alle Generationen feiern zusammen, denn Bruderschaft ist Brauchtum und entwickelt sich immer weiter. Weiter zeichnete er Thomas Jürgens für seine Arbeit im Vorstand der Bezirksjugend mit dem Silbernen Verdienstkreuz aus.

Der Jugendvorstand hatte alle Prinzen und Schülerprinzen seit 1959 bis heute zu dieser Veranstaltung eingeladen, um jeweils den „Prinzen der Prinzen“ zu ermitteln. Hierzu war Stefan Wößner vom Diözesanvorstand Aachen der Schützenjugend (BdSJ) mit dem Lichtgewehr angereist.

Um die Würde des Prinzen der Schülerprinzen schossen sechs Kandidaten. Vorher hatte der Bezirkskönig Wößner eine Zahl genannt und wenn diese erreicht bzw. überschritten war, war derjenige der Gewinner. Das Glück hatte Sascha Rixkens, der 2003 Schülerprinz war.

Anschließend schossen neun frühere Bezirksprinzen. Beim 120. Schuss fiel der Vogel und der „Prinz der Prinzen“ war Sebastian Schnock.

Sascha Rixkens mit „Basti“ Schnock

Hier kann man von Glück oder Zufall sprechen, denn Schnock war 2003 Bezirksprinz und Rixkens 2003 Schülerprinz und hatten in diesem Wettstreit wieder beide die Nase vorn.

Mit dem Medien- und Fernsehpreis „Bambi“ wurde die 72-Stunden-Aktion des BDKJ ausgezeichnet und so zeichnete Schnock auch die hier im Bezirk an dieser Aktion Teilgenommenen mit einem „kleinen Bambi“ aus. Das waren die Jungschützen der Bruderschaft Wanlo mit Stefan Stepprath (u. 2.v.re.)  sowie für den BdSJ Peter Voswinkel, Felix Ollbrich, Maurice Kosinski, Till Buchweitz, Tobias Maaßen, Max Hueber und Lars Oberüber.

Mit einem Preisschießen ging dann diese Veranstaltung zu Ende.

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