85 Jahre Große Rheydter Prinzengarde

Der Vorstand der Großen Rheydter Prinzengarde, in Vertretung des Präsidenten Dieter Beines und des Vorsitzenden Holger Vits, etwas später kam Schatzmeister Christoph Ringel hinzu, hatten in den Ratskeller eingeladen, um das Jubiläumsbuch sowie den Jubiläumsorden vorzustellen.
Von RS-Redakteurin Marlene Katz

Mönchengladbach-Rheydt – Das Layout des Buches wurde von Denise Brenneis gestaltet und umfasst 200 Seiten. Die Gestaltung des Buchumschlages lag im Ermessen der Druckerei Rolf Karten und hat diesen mit Glitzerlack versehen. Natürlich dürfen Anzeigen in so einem Buch nicht fehlen, denn wie will man sonst ein solches Heft finanzieren.

In diesem Buch wird ein Überblick über das Jahr gegeben. Hierzu hat man das Archiv der Garde sowie der Stadt Mönchengladbach durchstöbert. Man wollte die High-Lights noch einmal aufleben lassen.

An eine alte Zusage von Willi Beines wird sich immer gehalten. Sitzungen und Jubiläen werden nur abgehalten, wenn es runde oder halbrunde Geburtstage gibt, damit die anderen Rheydter Gesellschaften nicht zu leiden haben. Ausgenommen sind natürlich karnevalistische Jubiläen.

Seit 1976 begleitet die Große Rheydter Prinzengarde das jeweilige Prinzenpaar der Stadt Mönchengladbach, vorher haben sie das für das Prinzenpaar in Rheydt getan. Nach der Neugliederung 1975 kam eine Diskussion auf, wer denn jetzt das Prinzenpaar begleitet. In Mönchengladbach gab es zwei Garden und zwar die Gelb-Blauen Funken für die Prinzessin und die Rot-Grauen für den Prinzen. Die beiden letztgenannten Garden haben dann fusioniert, was aber nur ein Jahr andauerte. Es wurde dann der Beschluss gefasst, dass die Gelb-Blauen künftig die Garde des Oberbürgermeisters sei und die Rot-Grauen weiterhin zusammen mit der Großen Rheydter das Prinzenpaar ab 1976 begleiten.

v.li.: Holger Vits, Denise Brenneis, Rolf Karten, Dieter Beines, Christoph Ringel

Wie groß die Garde mittlerweile geworden ist, sieht man an den Mitgliederzahlen. Insgesamt sind es 676 Mitglieder, davon alleine 273 weibliche. Das aktive Corps besteht aus 286 Personen und fast jede Formation hat einen Kommandanten oder Betreuer.

Dass es in dieser Garde Spaß macht sieht man daran, dass es in den 85 Jahren nur 2 Präsidenten, 5 Vorsitzende, 5 Schatzmeister und 3 Geschäftsführer gar, also ist die Summe Spaß größer als die Summe Arbeit.

Bei der Vielzahl der Mitglieder ist es immer ein Vorteil, wenn man einen Ansprechpartner kennt. Das Verhältnis innerhalb der Garde ist freundschaftlich bis exzellent. Natürlich gibt es auch andere Meinungen bei fachlichen Problemen, aber dann ist es wichtig, dass man zusammenhält und diese Harmonie überträgt sich natürlich auf den Verein.

Auf dem diesjährigen Orden, von dem alle total begeistert waren, sind die Formationen der Garde verewigt, so die Rheer Knöppkes, das Aktiven- und Reservisten-Corps, die GardeGirls, die Garderottis, Black & White, das Tanzcorps sowie die Garde-Reiterei. Des Weiteren gibt es einen Partner- bzw. Damenorden in Form eines kleinen Pinguins, weil die Garde mittlerweile den Namen Pinguine aufgrund der schwarz-weißen Kleidung erhalten hat.

Weiter hält die Garde in diesem Jahr einen Jubiläumsempfang ab, was für sie sehr wichtig ist. Denn sonst sind sie in jeder Session bei den Gesellschaften der Stadt als Gast und darum möchten sie diese jetzt einladen, um ihnen den diesjährigen Orden zu überreichen.

Auch wird es in diesem Jahr wieder eine Sitzung geben, die überwiegend aus den eigenen Reihen kommt. Das uniformierte Corps hat einen 45-minütigen Auftritt geplant, aber was kommt, weiß der Präsident nicht. Entweder es gefällt oder er schmeißt sie von der Bühne.

So traten z.B. beim 70-jährigen Jubiläum fünf Herren mit Liedern auf, woraus später dann die Garderottis entstanden.

Oder die Rheer Knöppkes. Die Idee kam 1989 von dem damaligen 1. Vorsitzenden Hans-Günther Mangold. Eigentlich sollten die Kinder der Garde an einem verregneten Nachmittag mit Spielen beschäftigt werden. Doch daraus entstand das Interesse an einer Kindertanzgruppe. Mangold war optimistisch, dass das funktionieren würde und es hat geklappt.

Als die Garde 1975 nicht wusste, ob sie als Begleitung des Prinzenpaares dabei sein würden, kam die Frage auf, was machen wir dann. Es gab die Idee eine weibliche Tanzgarde auf die Beine zu stellen und jeder sollte sich bemühen, eine weibliche Person für diese Garde zu gewinnen. Man hat sich dann 14 Tage später wieder getroffen und keiner hatte irgendeine weibliche Person auf dem Zettel. So kam man dann auf den Gedanken, die eigenen Frauen zu fragen, diese sagten zu und so entstanden die GardeGirls. Damals waren es 9 Mädchen und zu dieser Zeit war es undenkbar, dass Frauen auf der Bühne tanzten.

Es ist nicht so, dass die Garde nur in der Karnevalssession aktiv ist, nein, sie legt Wert auf ein geselliges Miteinander auch in den übrigen Monaten des Jahres.

So wird immer Mitte des Jahres Karneval gefeiert unter dem Motto „Jecke Summertime“. Weiter gibt es den Golf Cup, die Garde Ralley, das Oktoberfest sowie die Weihnachtsfeier.

Hier sieht man, wie groß der Zusammenhalt innerhalb der Garde ist. Wer mehr über die GRPG wissen möchte, klickt hier