9. Rahser-Open-Air-Festival war ein voller Erfolg

Sechs Stunden Livemusik quer durch die Rockgeschichte und dies sogar kostenlos, das bot das mittlerweile 9. Rahser-Open-Air-Festival (ROA) erneut in diesem Jahr rund um den Trichter am Nelkenweg zugunsten der Förderung von Rahser-Projekten und Einrichtungen. 
Von RS-Redakteur Ebru Ataman

Viersen-Rahser – Lange wurde im Vorfeld geplant für das mittlerweile weit über die Grenzen von Viersen bekannte Rahser-Festwochende des Vereins WIRvomRAHSER e. V., der sich bereits seit 2006 in jedem Jahr mit vielfältigen Aktionen für das Rahser, seine Bewohner und Einrichtungen einsetzt. Zu den Top-Veranstaltungen gehören ungeschlagen das Rahser-Open-Air-Festival und das Kinder-Straßenfest, welche am vergangenen Wochenende hunderte von Besuchern begrüßten konnten.

Bereits um 16 Uhr, zu Beginn der 9. Auflage des Rahser-Open-Air-Festivals, füllte sich der Platz rund um die Bühne und an der Theke, wurde doch als erste Band „The Gäs“ mit der Schlagzeugerin Sina Doering (19) erwartet, die gerade auf YouTube viel von sich hören ließ und als eines der Nachwuchstalente am Schlagzeug gilt – bereits mit 14 hatte sie ihr erstes Drum-Cover veröffentlicht. In der Kölner Rockszene sind die fünf Musiker bereits keine Unbekannten mehr und haben auch in Viersen ihre Fans gewinnen können. Breitbeinig groovender, roh röhrender Hard Rock zog sich durch den kleinen Viersener Stadtteil, an den sich düster romantischer Wave-Rock anschloss. Das deutsch-niederländische Trio „Bojacks“, bestehend aus Bojack, Anja Wellen und Ralf Irmen, wurde 2017 gegründet und mochte vielleicht beim ersten Blick ein wenig ungewöhnlich erscheinen. Ihre Musik allerdings, die ausschließlich Eigenkompositionen umfasste, überzeugte vom ersten Ton an.

Die „Bojacks“ begeisterten mit selbstkomponierten Stücken. Foto: Rheinischer Spiegel

Als dritte der fünf Bands, die an diesem Abend überzeugten, präsentierte sich „Echoes of Eris“ mit alternativem Rock, mit hämmernden Gitarrenwänden und einer kräftigen Stimme. Fast ein Zwiegespräch der fünf Musiker mit dem handlungsunfähigen Selbst. Seit 2015 gemeinsam auf der Bühne steht die Band „D!REKT“ mit ihrer Rockmusik, gepaart mit Einflüssen anderer Stile in deutschsprachigen Texten – sechs Musiker, die die Bühne zu ihrem Wohnzimmer machten.

Den Abschluss, der den I-Punkt auf einen grandiosen Abend setze, gebührte der mittlerweile bekannten Band „Unlaut“ mit ihrer Live-Performance ohne großen Schnickschnack, aber dafür mit dem Funken, der gekonnt auf das Publikum übersprang, auch wenn sich durch den einsetzenden Regen zu diesem Zeitpunkt „nur“ noch ein recht harter, großer Kern unter dem Bierzeltdach zusammengefunden hatte. Beste Voraussetzungen also für eine weitere Auflage des Rahser-Open-Air-Festivals im kommenden Jahr, wenn sich diese Veranstaltung zum 10. Mal jährt. (ea)

WIRvomRAHSER e. V. Vorsitzender Stephan Heinrich begrüßte herzlich die zahlreichen Gäste. Foto: Rheinischer Spiegel