Abteilungsleiter der Polizei Viersen geht in den wohlverdienten Ruhestand

Nach mehr als 45 Dienstjahren bei der Polizei des Landes Nordrhein-Westfahlen geht der Abteilungsleiter LPD Manfred Krüchten mit Ablauf des Jahres 2020 in den wohlverdienten Ruhestand.

Viersen – Der Leitende Polizeidirektor hat den Polizeiberuf von der Pike auf erlernt: Er war zunächst im -damals noch existierenden- mittleren Dienst als Streifenbeamter eingesetzt, bevor er als Polizeikommissar 1987 in die Kreispolizeibehörde Viersen versetzt wurde. Hier versah er von 1987 bis 1994 – mit einer einjährigen Unterbrechung als Dienstgruppenleiter in Krefeld – auf der Leitstelle der Polizei Viersen seinen Dienst, bevor er im Jahre 1994 seinen Aufstieg in den Höheren Dienst begann. Nach erfolgreichem Abschluss übernahm Krüchten 1996 als Kriminalrat die Leitung der Staatschutzdienststelle in Duisburg. In dieser Funktion war er unter anderem für die Bekämpfung des Rechtsextremismus und Ausländerterrorismus zuständig. Von 2000 bis 2008 war er bei der Polizei Duisburg in verschiedenen Leitungsfunktionen tätig, bevor ihn das Innenministerium rief. Hier war der Straelener fünf Jahre als Referent für „Organisation, Stärke und Verwendung“ tätig.

Das Foto zeigt LPD Krüchten mit Landrat Dr. Andreas Coenen und KD’in Ulrike Herbold bei der kleinen Verabschiedungsfeier. Foto: Polizei Viersen

Seinem Heimatkreis Kleve, wo er seit 2013 als Direktionsleiter Gefahrenabwehr/ Einsatz tätig war, kehrte er im Sommer 2014 den Rücken und wurde in der Kreispolizeibehörde Viersen als Abteilungsleiter -dem höchsten Amt, das man in einer Kreispolizeibehörde als Polizist erreichen kann- herzlich willkommen geheißen. Zwar hatte der scheidende Abteilungsleiter keine besonders große Verabschiedung gewünscht, aber einige Gäste mehr wären sicherlich amtsangemessen und auch im Sinne des Abteilungsleiters gewesen. Doch auch hier: Corona ließ dies leider nicht zu und daher musste LPD Krüchten bei seiner offiziellen Verabschiedung durch Landrat Dr. Andreas Coenen nicht nur auf die Begleitung seiner Ehefrau, sondern auch auf die Anwesenheit weiterer Weggefährten verzichten. So verabschiedete Landrat Dr. Coenen den Abteilungsleiter in diesen Tagen in sehr kleiner Runde im Beisein von KD’in Ulrike Herbold als seine Stellvertreterin. Landrat und scheidender Abteilungsleiter ließen im Gespräch noch einmal viele gemeinsame Herausforderungen und Problemlösungen Revue passieren.

Als besonders positive Erinnerung nimmt Krüchten die angenehme Zusammenarbeit mit der Behördenleitung mit: „Menschlich und fachlich hat es immer gepasst“, was der Landrat gerne als Kompliment zurückgab und sich für das Wirken des Abteilungsleiters für die Sicherheit im Kreis Viersen bedankte. Trotz aller damit verbundenen Schwierigkeiten erwähnte der Abteilungsleiter als positive Erinnerung auch die arbeitsintensive Zeit des erfolgreichen Veränderungsprozesses bei der Umstrukturierung der Behörde mit gutem Ergebnis für die Polizei Viersen. Von der notwendigen Organisationsänderung und dem Ergebnis, so Krüchten, sei er immer noch zutiefst überzeugt. Als besonders tragisch und aufwühlend bezeichnete LPD Krüchten die Ereignisse am 27.12.2017 auf der A 61. Dabei wurden unsere Kollegin Yvonne Nienhaus tödlich, eine weitere Kollegin lebensgefährlich und ein Kollege in der Ausbildung schwer verletzt. Dieses Ereignis, so Krüchten, sei das Erlebnis, was ihn in seiner Dienstzeit am meisten betroffen gemacht habe. Dabei sei es allerdings auch tröstlich gewesen zu sehen, wie die Belegschaft und die Organisation in dieser schweren Zeit zusammengerückt seien.

Nun freut sich der Abteilungsleiter auf den neuen Lebensabschnitt, für den er „nach Corona“ größere Pedelectouren mit leichtem Gepäck sowie Cabrioreisen mit seiner Ehefrau plant. „Zeit ist ja dafür genug da, nur die Pandemie muss bewältigt sein! Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, so fasst der scheidende Abteilungsleiter seine Gemütslage beim Abschied in Worte. „Ich war immer mit Leib und Seele und sehr gerne Polizist und habe in den verschiedensten Ämtern immer das Wohl und die Sicherheit der Bevölkerung sowie als Vorgesetzter das meiner Mitarbeitenden im Fokus gehabt. Meiner Nachfolge wünsche ich eine stets glückliche Hand und einen weiterhin lebenswerten Kreis Viersen, in dem die Menschen sich sicher fühlen können.“ /ah (1138)

Quelle: Polizei Viersen