Immer wieder liest man Geschichten von Personen, die vor Jahren in Bitcoin investiert haben und heute finanziell unabhängig sind. Aber man liest auch immer wieder Geschichten über Personen, die mit Kryptowährungen richtig viel Geld verloren haben.
Service – Einerseits, weil sich der Markt nicht wie gewünscht entwickelt hat, andererseits, weil sie Opfer eines Betrugs wurden. Dass der Kryptomarkt volatil ist, das ist bekannt. Wie jedoch heutzutage die einen oder anderen Betrüger arbeiten, das ist völlig neu, weshalb man besonders achtsam sein muss, wenn man plant, sein Geld in Bitcoin und Co. zu stecken.

Wieso Preise nicht dauerhaft steigen
Es gibt weit mehr Kryptowährungen als den Bitcoin. Auch wenn es sich um die älteste Kryptowährung handelt, die laut Marktkapitalisierung auch die klare Nummer 1 ist, so gibt es viele interessante Alternativen. Beispielsweise Ether, XRP, Litecoin oder auch die Meme Coins Dogecoin, Shiba Inu oder Pepe. Wer Kryptowährungen kaufen will, sollte sich im Vorfeld unbedingt ein Bild davon machen, welche Kryptowährungen a) existieren und b) welche Kryptowährungen vielversprechend sind, wenn man einen Blick auf die Prognosen wirft. Hier gleich der erste Tipp, wenn es darum geht, Betrug zu erkennen: Es gibt keine Gewinngarantie – jeder Coin kann einmal abstürzen. Sieht man sich die Preisentwicklungen der renommierten Kryptowährungen an, so wird man schnell feststellen, dass es immer eine Achterbahnfahrt mit vielen Höhen und Tiefen war. Dass die Preise sinken, ist normal – und dass sie wieder steigen, auch das ist normal. In diesem Fall versuchen die Betrüger viele Investoren zu finden, die den Preis des Coins nach oben treiben. Im Hintergrund wurden bereits viele Coins verkauft. Wenn der gewünschte Preis dann erreicht wird, springen die Investoren im Hintergrund ab – der Preis stürzt ins Bodenlose. Hier spricht man von Rug Pull.
Wenn also jemand damit wirbt, dass der Coin nie sinkt und nur steigt, sollte man bereits hellhörig werden. Außer, es handelt sich um einen sogenannten Presale Token. In diesem Fall wird nicht direkt über eine Kryptobörse gekauft, sondern man erwirbt Token über eine Verkaufshomepage. Diese Token gibt es dann zum rabattierten Festpreis. Endet der Presale und gelingt der Sprung auf eine renommierte Kryptobörse, dann beginnt das Gesetz von Angebot und Nachfrage zu wirken.
Hohes Risiko kann zu hohen Gewinnen führen
Presale Token haben ihre Vor- und Nachteile. In vielen Fällen wirken sie unseriös – der Druck, Token zu verkaufen, ist enorm. Vor allem deshalb, weil es auch eine extrem starke Konkurrenz gibt. Heutzutage muss man sich schon etwas einfallen lassen, um auf sich aufmerksam machen zu können. Natürlich gibt es auch den einen oder anderen Presale, der am Ende nicht zum Erfolg führt. Nicht, weil es sich um Betrug gehandelt hat, sondern aufgrund dessen, weil das Projekt nicht die erforderliche Masse an Investoren anlocken konnte und man nicht die geforderte Summe erreicht hat.
Gelingt natürlich der Sprung auf eine große Kryptobörse, dann kann in solchen Fällen der Preis des Presale Token durch die Decke gehen. Hier sind dann hohe Gewinne möglich. Jedoch muss man sich bewusst sein, dass ein Investment in Presale Token sehr riskant ist.
Wenn Betrüger direkt mit Investoren in Kontakt treten
Eine 41 Jahre alte Frau in Nordrhein-Westfalen wurde Opfer eines Krypto-Betrugs. Sie hat 250.000 Euro verloren. Wie ist das passiert? Die Betrüger haben sich als Mitarbeiter einer Online Handelsplattform ausgegeben. Auch das passiert. Das heißt, neben dem Umstand, dass man in falsche Coins investiert, kann man auch direkt Opfer eines Betrugs werden, wenn man direkt von den Kriminellen kontaktiert wird.
Der Grund der Kontaktaufnahme: Auf ihrem Konto wurden verdächtige Zugriffe wahrgenommen, weshalb die Mitarbeiter der Online Plattform eine SMS an ihre Nummer senden, die sie auf eine andere Trading Plattform weitergeleitet. Per Telefon wurde die Frau dann von einem angeblichen Sicherheitsberater auf eine Webseite geführt, auf der sie dann nicht nur ihre Anmeldedaten bekannt geben musste, sondern auch einige Sicherheitscodes eingab. Einen Tag später die Ernüchterung: Die Frau musste feststellen, dass das gesamte Krypto-Portfolio weg war.
Es sind verschiedene Maschen von Betrügern, die per Telefon versuchen, für Unsicherheit zu sorgen. Wichtig ist, nie Informationen weiterzugeben oder Passwörter zu verraten. Vor allem sollte man sich auch nie per SMS auf irgendwelche Plattformen weiterleiten lassen. (opm)




