Ein leises Stimmengewirr, der Duft von frisch gebrühtem Kaffee und das Schimmern der flackernden Kerzen auf den Tischen empfingen am vergangenen Mittwoch mehr als 130 ältere Mitglieder des Bauvereins Dülken im festlich geschmückten Bürgerhaus.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker und Leo Dillikrath
Viersen-Dülken – Der traditionelle Adventskaffee des Bauvereins Dülken, seit Jahren ein fester Termin im Kalender der über Sechzigjährigen, bot auch 2025 wieder einen warmherzigen Rahmen für Begegnungen, Rückblicke und gemeinsame Stunden in der Vorweihnachtszeit. Nachdem die Gäste ihre Plätze eingenommen hatten, trat Vorstandsvorsitzender Bernd Ivangs vor das Publikum. In seinem Willkommen, das er im Namen seiner Vorstandskollegen Christoph Sartingen und Michael Lambertz sprach, schwang viel Vertrautheit mit.
Lambertz selbst erhielt an diesem Nachmittag zusätzlich zahlreiche herzliche Glückwünsche, denn er feierte just an diesem Tag seinen Geburtstag – Anlass genug, dass der gesamte Saal spontan ein fröhliches Geburtstagslied anstimmte, das für ein erstes Lächeln auf vielen Gesichtern sorgte. Zum ersten Mal war auch Christian Frank, der neue Vorstand der Viersener Aktienbaugesellschaft, unter den Gästen und wurde mit freundlichem Applaus begrüßt.

Ivangs nutzte die Gelegenheit, um das ereignisreiche Jahr 2025 in kurzen Worten Revue passieren zu lassen. Dann wurde der Raum stiller, als ein kleines Adventsgedicht vorgetragen wurde, das den Übergang zu einer besinnlicheren Stimmung schuf. Draußen dämmerte es bereits, während sich drinnen der Saal immer deutlicher mit klapperndem Geschirr, duftendem Kuchen und lebhaften Gesprächen füllte. Mitglieder, die sich lange nicht gesehen hatten, tauschten Erinnerungen aus, andere fanden sich zu neuen Gesprächen zusammen – ein Miteinander, das die besondere Atmosphäre dieses Nachmittags prägte.
Schon kurz darauf erklangen vertraute Melodien: Die Sänger der Liedertafel Dülken, längst ein unverzichtbarer Bestandteil des Programms, nahmen ihre Plätze ein. Mit ihren warmen Stimmen erfüllten sie den Saal mit weihnachtlichen Weisen und heimatverbundenen Liedern, die viele Gäste leise mitsummen ließen. Besonders aufmerksam wurde es, als sie ein altes Lied von Udo Jürgens anstimmten – ein Stück, das angesichts der aktuellen Zeitumstände eine neue Tiefe gewann und für nachdenkliche Momente sorgte.

Mit einem kräftigen Klopfen kündigte sich schließlich der Nikolaus an, der wie in jedem Jahr von Wolfgang Genenger verkörpert wurde. In rotem Mantel und mit prall gefülltem Sack betrat er den Saal, wurde schmunzelnd begrüßt und richtete an die Mitglieder eine humorvolle wie herzliche Ansprache. Er ließ das vergangene Jahr passieren, sprach über kleine und große Ereignisse aus dem Kreis der Mitglieder und richtete zugleich den Blick nach vorn, auf das, was die Gemeinschaft in naher Zukunft erwartet. Für jeden Gast hatte er einen großen Weckmann dabei, den er persönlich überreichte – ein traditionelles Geschenk, das bei vielen Erinnerungen an frühere Nikolaustage wachrief. Während der Nikolaus seinen Auszug nahm, war der Kuchen längst vernascht und der Duft von Kaffee wich dem leichten Aroma von Zimt und Obst, denn auch Mandarinen, Nüsse und weitere kleine Leckereien wurden verteilt. Die Stimmung blieb gelöst, die Gespräche lebhaft, und immer wieder hallte ein herzliches Lachen durch den Saal.
Am späten Nachmittag rückte ein weiterer Höhepunkt in den Mittelpunkt: die Tombola, auf die sich viele bereits im Vorfeld gefreut hatten. Der reich gedeckte Gabentisch, ermöglicht durch zahlreiche Sach- und Geldspenden örtlicher Firmen, bot eine Vielzahl attraktiver Gewinne. Vorstandsvorsitzender Ivangs dankte den Unterstützern ausdrücklich für ihre Großzügigkeit. Als schließlich der Hauptpreis – ein nagelneuer Flachbildfernseher – gezogen wurde, ging ein freudiges Raunen durch den Raum, gefolgt von herzlichem Applaus für den glücklichen Gewinner.
Zufrieden, beschenkt und um viele gute Gespräche reicher machten sich die Mitglieder nach und nach auf den Heimweg. Zurück blieb ein Saal, aus dem die Wärme und Verbundenheit dieses Nachmittags noch lange nachzuwirken schien. Für die reibungslose Vorbereitung und Durchführung dankte der Vorstand insbesondere Frau Sassen und Herrn Reinartz, deren Organisation den Adventskaffee erneut zu einem besonderen Erlebnis machte. (nb)





