Ärztedichte, Bevölkerung, Wirtschaft im Kreis Viersen – Statistik gibt Aufschluss über Entwicklungen

Ob Hospitationsprogramm oder Ärztescout – der Kreis Viersen hat zuletzt mehrere Maßnahmen beschlossen, um zusätzliche Ärztinnen und Ärzte dafür zu gewinnen, sich im Kreis niederzulassen. Dass immer weniger Hausärzte außerhalb der Ballungszentren praktizieren, ist eine Entwicklung, die in vielen Landkreisen zu beobachten ist.

Kreis Viersen – Statistiken helfen, diese und andere Herausforderungen frühzeitig zu erkennen. „Um besser einschätzen zu können, an welchen Stellen wir handeln müssen, ist das kreiseigene Monitoring ein wichtiges Instrument“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen.

Jährlich bereitet die Kreisverwaltung Daten aus verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens auf – beispielsweise zur Bevölkerungsentwicklung, zur Wirtschaftsstruktur oder zur Ausbildungsquote. Neben einer aktuellen Bestandsaufnahme setzt das Kreismonitoring Entwicklungen in einen größeren Kontext. Hierfür werden nicht nur die Zahlen des Kreises betrachtet, sondern die gesamte Region wird in den Blick genommen. In den nächsten Wochen wird der Kreis ausgewählte Inhalte des aktuellen Monitorings vorstellen. Die Ärztedichte und die drohende Überalterung der Ärzteschafft sind zwei der Themen, die genauer unter die Lupe genommen werden. Hinsichtlich des relativen Anteils an Hausärzten zeigt sich, dass der Kreis Viersen mit 62,5 Hausärzten je 100.000 Einwohner besser aufgestellt ist als seine nördlichen Anrainer. Das Monitoring belegt zudem, dass der Ärztemangel eine zunehmende Herausforderung für die gesamte niederrheinische Region ist.

Die Daten helfen außerdem, den ruhestandsbedingten Wegfall vieler Hausärzte im Blick zu behalten und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. So waren zuletzt knapp 31 Prozent der Hausärzte über 60 Jahre alt und über 16 Prozent bereits über 65 Jahre. An dieser Stelle setzt auch der Ärztescout des Kreises an, der unter anderem Ärzte auf der Suche nach Nachwuchskräften und Nachfolgern unterstützen soll.

Das Kreismonitoring wird in der Kreisverwaltung intern erstellt und grafisch umgesetzt. Es beruht zu einem Großteil auf Daten des Statistischen Landesamtes NRW (www.landesdatenbank.nrw.de). Weitere Quellen sind u. a. die Bundesagentur für Arbeit sowie die Fachämter der Kreisverwaltung.
Alle Grafiken sind mit Erklärungen versehen, sodass auch Nicht-Experten sie verstehen – Fachausdrücke sind in Infoboxen erklärt. Am Anfang jedes Kapitels sind die wichtigsten Erkenntnisse in Schlagzeilen zusammengefasst.
Um Ressourcen zu schonen, wird das Kreismonitoring ausschließlich digital zur Verfügung gestellt (Download: www.kreis-viersen.de/monitoring).

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