Alarm in der Nacht – Zunächst befürchtete Gefahr für Menschen in Viersen bestand zum Glück nicht

Die Feuerwehr Viersen ist der Nacht zum Freitag, 24. Juli 2020, mehrfach zu Einsätzen ausgerückt, bei denen anfangs Gefahr für Menschen befürchtet wurde. In allen Fällen zeigte die Wehr ihre sofortige Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit. Zum Glück ging die Nacht schließlich zu Ende, ohne dass Personenschäden zu beklagen waren.

Viersen – Es war kurz vor 3 Uhr in Nacht, als der Alarmgong in der Feuerwache an der Gerberstraße ging und die Pieper der Wehrleute des Löschzuges Viersen schrillten: Kellerbrand, 2 Personen im Dachgeschoss des Hauses vermisst – so lautete die Meldung. Die Kombination aus Menschenleben in Gefahr und einem Feuer im eng bebauten Innenstadtbereich ist immer ein besonderer Anlass zur Sorge.

Neben der hauptamtlichen Wache, dem Löschzug Viersen mit allen vier Löschgruppen und der Einsatzleitwagen-Gruppe (ELW-Gruppe) fuhren zwei Rettungswagen (RTW) und das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) zum gemeldeten Brandort im Schatten der Remigiuskirche. Auch die Polizei kam an die Rektoratstraße. Tatsächlich rauchte es dort aus dem Keller.

Da unklar war, was mit den beiden Menschen ist, die im Dachgeschoss wohnen, wurde zunächst die Tür zur Wohnung aufgebrochen. Rasch stellte sich aber heraus, dass niemand zuhause war. Auch der Rest des Hauses war menschenleer. In einem Kellerschacht, über den Bier für eine Gaststätte angeliefert wird, fanden die Wehrleute in angekokeltes Handtuch. Eine Ursache für den vielen Rauch im Haus oder gar ein Feuer war nicht zu entdecken.

Foto: Stadt Viersen

Das Haus wurde belüftet, die NEW wegen des Stromausfalls im betroffenen Haus und der Nachbarschaft gerufen. Beim Wiedereinschalten des Stroms gab es einen lauten Knall und eine Rückzündung in dem Kellerschacht. Sofort qualmte es wieder, ohne dass aber ein Löscheingriff erforderlich gewesen wäre. Nachdem nun klar war, dass das Problem im technischen Bereich zu suchen ist, rückten die 33 Einsatzkräfte der Feuerwehr Viersen nach gut einer Stunde wieder ab. Die Einsatzstelle wurde an NEW übergeben.

Noch während des laufenden Einsatzes ging ein weiterer Alarm ein: An der Kreuelsstraße hatte sich ein Brandmelder in einem Wohnhaus bemerkbar gemacht. Da die Hauptwache und der Löschzug Viersen noch gebunden waren, wurde der Löschzug Dülken alarmiert. Von der Rektoratstraße fuhr zudem ein Erkundungsfahrzeug los, außerdem setzte sich der Rettungsdienst vorsorglich in Bewegung. Hier ergab sich, dass in dem Haus alles in Ordnung war und die Feuerwehr nicht aktiv werden musste. Die Dülkener Kräfte konnten noch auf der Anfahrt umkehren.

Einen dritten Alarm hatte es noch am Donnerstagabend gegen 21:20 Uhr gegeben. Hier erkundeten der Löschzug Dülken, die hauptamtliche Wache, die ELW-Gruppe und der Rettungsdienst in Dülken an der Venloer Straße die Ursache für eine Brandmeldung. Dabei stellte sich ebenfalls heraus, dass die Wehr nicht eingreifen musste.