Altern in der Migrationsgesellschaft: Fachtagung des Kommunalen Integrationszentrums

Unsere Gesellschaft ist mehr denn je durch Migration und andere Kulturen geprägt. Zudem wird die Gesellschaft stetig älter. Das heißt: Zukünftig werden auch im Kreis Viersen immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund leben, die auf die Unterstützung des Pflegesystems angewiesen sind.

Viersen/Kreis Viersen – Der Kreis Viersen und sein Kommunales Integrationszentrum reagierten auf diese demografischen Entwicklungen mit der ersten Tagung „Altern in der Migrationsgesellschaft: Vorurteile abbauen! Gemeinsamkeiten erkennen!“ Rund 120 Personen aus dem Gesundheitssystem und der Integrationsarbeit im Kreis Viersen trafen sich zum Gedankenaustausch im Forum am Kreishaus „Das Leben in der Migrationsgesellschaft verlangt von uns allen, über die uns bekannten Grenzen hinaus zu denken. Kontinuierlich stehen wir anderen Sprachen, anderen Kulturen und anderen Lebensweisen gegenüber“, sagte Landrat Dr. Andreas Coenen zu Beginn der Veranstaltung. „Gerade auf dem sensiblen Gebiet der Pflege haben wir den höchsten Anspruch: Jedem Menschen steht ein individuelles Angebot zu, dass seine aktuelle Lebenslage berücksichtig und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Dies ist bereits aktuell eine Herausforderung für uns alle.“

„Menschen mit Einwanderungsgeschichte, die schon vor vielen Jahren zu uns gekommen sind, verbringen auch ihren Lebensabend hier. Sie haben aufgrund ihrer Biografie eigene Bedürfnisse. Das muss bei der Gestaltung vom Übergang aus dem Arbeitsleben in den Ruhestand, bei der finanziellen Alterssicherung sowie der kultursensiblen Betreuung und Pflege im Alter beachtet werden. Die heutige Veranstaltung kann langfristig zu einer Verbesserung der Versorgung beitragen“, sagte Integrationsstaatsekretärin Serap Güler.
Katarina Esser, Sozialdezernentin des Kreises Viersen, betont, dass die Veranstaltung der Startschuss war, sich dem Thema „Altern in der Migrationsgesellschaft“ weiter zu widmen: „Für uns alle ist es wichtig, sich auszutauschen, gemeinsame Projekte anzustoßen und voneinander zu lernen.“

Landrat Dr. Andreas Coenen (v.r.), Integrations-Staatssekretärin Serap Güler, Sozial-Dezernentin Katarina Esser und Mathilde Holtmanns, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Viersen, im Vorfeld der Fachtagung „Altern in der Migrationsgesellschaft“ im Kreishaus. Foto: Kreis Viersen

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