Altweiber in Dülken: Wasserausschank startet mit starker Nachfrage

Am Tag nach dem Altweiberdonnerstag haben Ordnungsamt und Jugendamt der Stadt Viersen eine erste Bilanz des Geschehens auf dem Alten Markt in Dülken gezogen. Die genaue Auswertung der Einsätze wird nach Karneval erfolgen. Die Ergebnisse fließen dann in die Planung für das kommende Jahr ein.

Viersen-Dülken – In der überschlägigen Bewertung bestätigen sich die Ergebnisse, die die Polizei bereits bekanntgegeben hat. Trotz deutlich gewachsener Zahl der feiernden Menschen ging die Einsatzzahl zurück. Hier bewährt sich offenkundig die von allen Beteiligten eingeschlagene Null-Toleranz-Strategie. Auf der anderen Seite stand eine aggressive Grundstimmung, die zu einer gesteigerten Intensität einzelner Einsätze führte.

Auf durchweg positive Resonanz stieß der kostenlose Ausschank von Wasser an die Feiernden. Das Angebot wurde rund 1000 Mal genutzt. Hintergrund ist die Absicht, insbesondere jungen Menschen eine einfache Möglichkeit zum Verzicht auf Alkohol oder zumindest eine Pause zu geben.

Gut genutzt wurden die insgesamt 23 mobilen Toiletten, die die Stadt hatte aufstellen lassen. Dennoch mussten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes Viersen (KOV) 35 Wildpinkler bestrafen.
Bis zum Ende des KOV-Dienstes gab es 3 Platzverweise durch Kräfte der Stadt. Da die Betroffenen keine Einsicht zeigten, wurden sie ins Gewahrsam der Polizei übergeben.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes kümmerten sich vorrangig um Jugendliche, die vom Deutschen Roten Kreuz behandelt wurden. Am Behandlungsplatz in der Tiefgarage Kreuzherrenstraße betreute das Jugendamt 14 Jugendliche, von denen eine Person in Viersen wohnt.

Der Schwerpunkt lag hier bei der medizinischen Versorgung. Ein Jugendlicher kam in die Betreuung durch das Amt, weil er einem Platzverweis durch die Polizei nicht folgen wollte. Insgesamt stellten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes fest, dass von der Benachrichtigung der Eltern bis zur Abholung in der Mehrzahl der Fälle sehr viel Zeit verstrichen ist.


Kreis Viersen: Altweiberbilanz