Am Martinstag erinnern an Hilfsbereitschaft, Teilen und Nächstenliebe

Kein Lichtermeer, kein Rabimmel, Rabammel, Rabumm wird in diesem Jahr an das Fest des Teilens und der Nächstenliebe erinnern. Umso wichtiger ist es, trotz der Corona-Pandemie ein wenig Normalität zu finden und den Grundgedanken des Martinsfestes in den Mittelpunkt zu rücken.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Region – Nicht nur am Martinstag wären die Kinder mit hell erleuchteten Laternen durch die Straßen gezogen. Auf die Lichter zum Fest muss dennoch nicht verzichtet werden, so wird aktuell immer häufiger die Idee aufgegriffen, das Lichtermeer auf die Fenster zu verteilen. Allerorts leuchten die Laternen – bringen ein wenig Gemeinsamkeit und die Erinnerung an das so wichtige Brauchtum. Trotz der Corona-Pandemie sollte der Hintergrund des Festes nicht vergessen werden, denn gerade in dieser Situation sind Hilfsbereitschaft, Teilen und Nächstenliebe wichtige Fundamente unserer Gesellschaft.

Vor mehr als 1.700 Jahren wurde St. Martin in Sabaria (heute Szombathely) in Ungarn als Sohn eines römischen Offiziers geboren. Er verstarb am 8. November 397 in Tours, wo er am 11. November beerdigt wurde. Dieser Tag wird bis heute als Gedenktag gefeiert. In Deutschland gibt es mehr als 600 Kirchen die nach St. Martin benannt worden sind, der unter anderem auch in Trier ein gern gesehener Gast war.
Als Bischof von Tours besuchte Martin zwischen 371 und 386 mehrfach die römische Kaiserstadt. Er war ein angesehener Gast am Kaiserhof, zuletzt litt er unter Kaiser Maximus. In Trier nahm er 386 an der Bischofsweihe teil. Die berühmteste Tat des Heiligen war die Teilung seines Mantels mit einem bedürftigen Bettler am Stadttor von Amiens, an die wir heute noch erinnern.

Das Bistum Aachen beteiligt sich an der Aktion „Zünd ein Licht an“ des Bistums Limburg. In den vergangenen Wochen haben Kinder Brottüten ganz individuell bemalt, die am Martinstag erstrahlen werden. „Wir freuen uns, dass bereits so viele Einrichtungen und Pfarreien sich beteiligen. Und wir hoffen auf zahlreiche Fotos von bunten, leuchtenden Tüten aus dem gesamten Bistum Aachen“, sagen Ulrike Riemann-Marx, Referentin für Religionspädagogik in Kindergärten, und Diana Emmelheinz, Referentin für Familienarbeit im Bischöflichen Generalvikariat. Bilder der gestalteten Tüten können auf Instagram unter den Hashtags #stmartin2020 sowie #bistumaachen gepostet werden. (dt)

Foto: Caniceus/Pixabay