Amtsübergabe an der Hochschule Niederrhein: Thomas Grünewald folgt auf Hans-Hennig von Grünberg

In dieser Woche hat er symbolisch den Schlüssel für die Hochschule Niederrhein in Empfang genommen, am Montag ist sein erster Arbeitstag an neuer Wirkungsstätte: Dr. Thomas Grünewald ist neuer Präsident der Hochschule Niederrhein.

Krefeld/Mönchengladbach – Rund 300 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur waren gestern ins Audimax der Hochschule Niederrhein auf den Campus Krefeld Süd gekommen, um die Übergabe des Präsidentenamtes zu feiern.

Deutlich wurde während der rund zweistündigen Feier: Der Wechsel im Präsidentenamt wird für die Hochschule Niederrhein weniger Bruch als vielmehr Kontinuität bedeuten. „Die Hochschule bleibt grün“, sagte Hochschulratsvorsitzender Dr. Dieter Porschen zu Beginn augenzwinkernd. Tatsächlich setzt der neue Präsident ähnliche Schwerpunkte wie der scheidende Präsident Hans-Hennig von Grünberg.

Der Moment der symbolischen Amtsübergabe: Hans-Hennig von Grünberg gibt den elektronischen Hochschul-Schlüssel an Herrn Grünewald weiter. Foto: Hochschule Niederrhein

Grünewald betonte in seiner Antrittsrede die Bedeutung des Transfers von Wissen und Technologien von der Hochschule in die Region: „Die Hochschule Niederrhein wird eine neue Qualität des regionalen Transfers zu erreichen suchen. Sie benötigt dazu den engen Schulterschluss mit den Kommunen, den Kammern und den Betrieben, nicht zuletzt auch mit dem Land.“

Annette Storsberg, Staatssekretärin im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, gratulierte zur Amtsübergabe: „Professor Hans-Hennig von Grünberg hat die Hochschule Niederrhein in den vergangenen zehn Jahren mit besonderem Engagement geführt. In dieser Zeit hat sich die Hochschule hervorragend weiterentwickelt. Ich bin sicher, dass Dr. Thomas Grünewald diesen erfolgreichen Weg gemeinsam mit der Hochschule fortsetzen wird.“

Als Vertreter der Hochschulstandorte Krefeld und Mönchengladbach sprachen die beiden Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und Frank Meyer in einem gemeinsamen Interview über Meilensteine aus der Amtszeit von Grünbergs. Frank Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Krefeld: „Die Hochschule Niederrhein hat sich in seiner Amtszeit fantastisch entwickelt – das sieht man nicht nur an den Zahlen und Fakten, sondern auch daran, dass Hochschule und Stadt spürbar näher zusammengewachsen sind. Ich danke ihm für seine Ideen und seine Tatkraft und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute.“ Hans Wilhelm Reiners, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach: „Es gibt viele Beispiele für die gute Kooperation von Hochschule Niederrhein und Stadt Mönchengladbach. Ein aktuelles Projekt ist der Cyber Campus NRW, in den auch Prof. Hans-Hennig von Grünberg viel Herzblut gesteckt hat.“

Immer wieder wurde die in den vergangenen zehn Jahren hervorragende Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft hervorgehoben. „Herr von Grünberg hat die Wirtschaft von vornherein als natürlichen Partner der Hochschule Niederrhein gesehen“, lobte Dr. Dieter Porschen, ehemals Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. Als langjähriger Vorstandskollege von Grünbergs bei der Hochschulallianz für den Mittelstand hielt Professor Dr. Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die Festrede: „Wenn ich nach zehn Jahren gemeinsamer wissenschaftspolitischer Arbeit Herrn von Grünberg beschreiben soll, dann sehe ich einen begeisterten Wissenschaftler, der zum erfolgreichen Hochschulmanager geworden ist und nun ein neues Level erreicht hat. Ein tiefes Verständnis von Wissenschaft geht Hand-in-Hand mit einem starken Willen, Wirklichkeit durch Wissenschaft zu gestalten.“

Neben den Reden kamen in Form von Videostatements weitere enge Weggefährten zu Wort, darunter Ehrensenator Rolf Königs, Jürgen Steinmetz (IHK), Kerstin Abraham (SWK) und Frank Kindervatter (NEW). Für emotionale Momente sorgten die Beiträge der Mitarbeiter von Grünbergs, die über viele Jahre eng mit ihm zusammengearbeitet haben. Der scheidende Präsident selbst verabschiedete sich mit einem „feierlichen Abgesang in sieben Sätzen und 17:51 Minuten“ und dankte Mitarbeitern und Weggefährten. Musikalische Beiträge von der Krefelder Cellistin Julia Polziehn sowie dem Hochschulchor unter Leitung von Professor Karlheinz Schüffler rundeten die Veranstaltung ab.