An der Hauptstraße lockt das „Guckloch“, ein besonderes Stadtfenster

Die große Schaufensterfront an der Hauptstraße 114 in der Viersener Südstadt ist wieder zum Leben erwacht. Als neue Informationsplattform bietet sie eine kostenlose Werbefläche und Unterstützung für Viersener Vereine.

Zu Besuch im „Guckloch“: Die Viersener Unternehmerin Iris Kater.

Viersen – Vereine haben es in der sich wandelnden Gesellschaft nicht leicht. Ganztagsschulen und eine sich veränderte Berufswelt stehen entgegen der Zeit in der traditionellen „Ersatzfamilie Verein“. Die Mitgliederzahlen sind seit Jahren rückläufig, der Altersdurchschnitt steigt, der Nachwuchs fehlt. Während die großen Vereine durch ihre Ressourcen eine nachhaltige Jugendarbeit leisten können, fehlt es kleineren Vereinen meist an aktiven, ehrenamtlichen Mitgliedern. In den letzten Jahren ist die Zahl der Vereine Deutschlandweit gesunken und ebenfalls in Viersen kämpfen nicht wenige Vereine mit ihrer Erhaltung.

Doch wo aktive Mitglieder fehlen, bleibt meist auch die Öffentlichkeitsarbeit und Werbung auf der Strecke, wodurch der Weg auf der Abwärtsspirale fortgesetzt wird. Als innovativer Ansatz mit kreativem Hintergrund hat der Rheinische Spiegel deshalb vor einigen Tagen das Projekt „Guckloch – Das Stadtfenster“ ins Leben gerufen. „Seit nun zehn Jahren veröffentlichen wir das Magazin Viersen inside, aus dem der Rheinische Spiegel entstanden ist. In dieser Zeit haben wir viele Vereine begleitet, mit ihnen über ihre Sorgen und aktuelle Situation hinter den Kulissen sprechen können“, so die Viersener Unternehmerin Iris Kater, die das Guckloch initiiert hat. „Wir haben Vereinen kostenlos eine Plattform in unseren Medien gegeben, aber trotz der großen Leserreichweite wollte das Viersener Redaktionsteam einfach mehr tun, um auf die vielfältige und fantastische Vereinswelt in Viersen aufmerksam zu machen.“ So griff der Rheinische Spiegel die Idee der Schaufensterbelebung durch beispielsweise Kunst oder Schmuck auf eine ganze eigene Weise auf und schuf eine neue Informationsplattform in der Viersener Südstadt. Kunst, News, Termine, Vereine, Wirtschaft – das Guckloch bietet regelmäßig wechselnde Vereins- und Firmenvorstellungen, Kunstausstellungen und mehr. „Ein Projekt, welches aber nicht ohne fleißige Hände zustande gekommen wäre“, ergänzt Iris Kater. „Unterstützt wird das Guckloch vom neuen Dampflädchen, von dem wir die zweite Fensterfront mieten konnten. Vielen bekannt ist der Rahser-Jong Martin Häming, der einen großen Teil der handwerklichen Arbeit ehrenamtlich geleistet hat, weil auch er von der Projektidee überzeugt ist und auch viele weitere Helfer waren und sind aktiv, denen ein großer Dank gebührt.“

Aktuell stellen der Budo-Club-Viersen e. V. und die Dülkener Suchtselbsthilfegruppe „Freiheit“ im Guckloch aus und machen auf sich aufmerksam. Die nächsten Vereinsvorstellungen sind bereits geplant, wobei immer zwei bis vier Vereine einen Monat lang kostenlos Platz in dem großen Schaufenster finden. (cs)

24 Stunden rund um die Uhr einfach „reingucken“ an der Hauptstraße 114 in Viersen

Das Guckloch-Konzept: Viersener Vereine gesucht! Lust auf Veranstaltungswerbung?

Die große Schaufensterwand an der Viersener Hauptstraße 114 bietet sich geradezu zum „Gucken“ an, weshalb sich der Rheinische Spiegel etwas Besonderes hat einfallen lassen. Immer einen Monat lang können sich hier jeweils drei Viersener Vereine KOSTENLOS vorstellen und präsentieren. Interessiert? Dann bewerben Sie sich unter redaktion@rheinischer-spiegel.de für einen Platz!

Werbeplatz für Veranstalter: Ebenfalls Veranstaltern bietet das „Guckloch“ eine Werbefläche. Gemeinnützigen Vereinen stehen Rahmen bis zu einer Plakatgröße von DIN A2 für eine Bewerbung immer im Monat vor Veranstaltungstermin (Schützen- oder Gemeindefest, Kindergartentrödelmarkt) KOSTENLOS zur Verfügung (natürlich nur wenn ein Platz frei ist).

Für Veranstaltungen mit Gewinnerzielungsabsicht oder Firmenvorstellungen wurden ebenfalls Werbeflächen bis DIN A2 bereitgestellt. Monatlich wird für diese Werbefläche ein Betrag von 25 Euro zzgl. Steuer fällig. Der Betrag fließt vollständig in neue Viersener-Projekte im Bereich Kunst, Kultur usw. Weitere Fragen? Antworten gibt es unter redaktion@rheinischer-spiegel.de!