An der Musik lag es wohl nicht: Bilanz des Altweiberdonnerstags

„Karneval ohne Krawall – mit Anstand anständig feiern!“ Dieser Aufforderung zu einem friedlichen Karnevalstreiben kam am gestrigen Donnerstag eine Vielzahl von Menschen leider nicht nach. An den Feierlichkeiten in Dülken und Lobberich nahmen über 3.500 Menschen teil.

Viersen-Dülken/Lobberich – Um allen Jecken ein friedliches Feiern zu ermöglichen, griff die Polizei konsequent durch. Denn mit zunehmender Alkoholisierung stieg auch leider die Gewaltbereitschaft einiger Anwesender. Von Anstand war mancherorts wenig zu sehen. Insgesamt erteilten die Einsatzkräfte 86 Platzverweise (62 in 2018). Diese polizeiliche Anordnung nahmen jedoch einige nicht ernst und wurden umgehend in Gewahrsam genommen. Insgesamt beförderten die Einsatzkräfte 27 Personen ins Gewahrsam (25 in 2018).

Die Einsatzkräfte mussten in diesem Jahr 24 Strafanzeigen fertigen (15 in 2018). Davon vier wegen Widerstandshandlungen gegen polizeiliche Maßnahmen. Die durch Alkoholgenuss gestiegene Gewaltbereitschaft zeigte sich in den 14 Strafanzeigen wegen Körperverletzungen. Weiter Strafanzeigen: zwei wegen Raubdelikten, zwei wegen Drogenverstößen und weitere zwei wegen Beleidigungen auf sexueller Basis. Die Polizei wird auch an den folgenden Karnevalstagen, insbesondere bei den vielen Zügen im Kreisgebiet, mit vielen Kräften im Einsatz sein. „Wer Krawall will, gehört nicht dazu! Wer randaliert, feiert nicht mehr mit!“ Wer das nicht verstehen möchte oder nicht mehr verstehen kann, muss die Konsequenzen tragen. Feiern Sie anständig, bleiben Sie anständig. /wg (272/ots)

Foto: Rheinischer Spiegel