BUND Viersen entdeckt Drogen-Kanister an der Niers

Der Fund ist bereits einen Monat her, die Stelle ist immer noch sichtbar und abgesperrt. Hinter der Clörather Mühle an der Niers, ganz in der Nähe des Bahnübergangs wurde ein Kanister mit Drogen sichergestellt.

Viersen – Die Erde wurde  abgebaggert, bestätigte uns gestern ein Mitarbeiter des Kreises auf Nachfrage. Bereits Mitte Mai war an der Niers ein Kanister mit Flüssigkeit gefunden worden, aus dem der Inhalt entlaufen war, den Boden und das Gras verätzt hatte. Der Fund sorgte für einen großen Einsatz des Ordnungsamtes, der Polizei, Feuerwehr, des Amtes für Umweltschutz und des Niersverbandes. Um die unbekannte Substanz zu analysieren wurde sie an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW geleitet, dort fand man Amphetamine im Verhältnis von 1:10.000 in der Flüssigkeit.
Gefunden hatte den Kanister Rosemarie Lehmann, stellv. Vorsitzende des BUND Viersen. Der BUND war es auch, der die Behörden benachrichtigte.

Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Skandale durch die negativen Folgen der bisherigen Agrarpolitik mit der Massenhaltung von Nutztieren, der Verunreinigung von Tierfutter u. a. durch illegale Beimischung von Medikamenten. Fälle, die im Kreis Viersen bisher so gut wie nie auftraten, so der Kreis Viersen weiter. Dennoch ist es möglich, dass in diesem Fall darauf geschlossen werden könnte. Die Absperrung werde kurzfristig wieder abgebaut, doch was mit der Erde passiert, dass ist bisher nicht geklärt. Die ursprünglich geplante Verbrennung findet nicht statt, denn die Erde muss auf einer Sondermülldeponie untergebracht werden. Eine Gefahr für Menschen und Tiere sieht das LANUV nicht.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) ist die technisch-wissenschaftliche Fachbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen für den Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz. Über 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Fachrichtungen arbeiten an den Hauptstandorten in Recklinghausen, Essen und Düsseldorf für den Schutz der Menschen, Tiere und der Vegetation in Nordrhein-Westfalen. (re)

Foto: Martin Häming