Arbeitsschutz- und Hygienebestimmungen für Saisonarbeitskräfte konsequent einhalten

Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser hat beim Einsatz von Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft zur peniblen Einhaltung und Kontrolle der Arbeitsschutz- und Hygienebestimmungen aufgerufen.

NRW – „Die Betriebsleitung muss sicherstellen, dass in den Unterkünften, bei der An- und Abreise zum Betrieb sowie auf den Feldern alle Auflagen und Bestimmungen konsequent eingehalten werden. Dies hat im vergangenen Jahr gut funktioniert und sollte auch dieses Jahr reibungslos laufen. Der Gesundheitsschutz aller Beteiligten steht an oberster Stelle“, so die Ministerin.

Aktuell läuft in Nordrhein-Westfalen die Spargel- und Erdbeerernte. Damit das heimische Gemüse und Obst erntefrisch angeboten werden kann, beschäftigen auch in diesem Jahr viele landwirtschaftliche Betriebe Saisonarbeitskräfte. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen schätzt etwa für den Sonderkulturbereich Spargel, dass rund die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Saisonarbeitskräfte sind. Die Corona-Pandemie stellt Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber vor große Herausforderungen. Damit Infektionen verhindert werden und der Arbeits- und Gesundheitsschutz gewahrt bleibt, müssen der Einsatz und die Unterbringung der Saisonkräfte gut geplant sein.

Die Ordnungsbehörden und die Arbeitsschutzbehörden werden in den kommenden Wochen die Umsetzung der besonderen Arbeitsschutz- und Hygienebestimmungen beim Einsatz von Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft überprüfen. Bei Nicht-Einhaltung der vorgegebenen Schutzmaßnahmen drohen nach dem Arbeitsschutzgesetz empfindliche Bußgelder bis hin zur Schließung des Betriebes.

Aufbauend darauf haben das Landwirtschaftsministerium und das Arbeitsministerium eine Handlungshilfe zum Schutz vor Ansteckung mit dem Corona-Virus bei der Saisonarbeit in der Landwirtschaft erstellt. Foto: Rheinischer Spiegel

Welche Vorgaben auf landwirtschaftlichen Betrieben gelten, fasst die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) unter https://www.svlfg.de/corona-saisonarbeit zusammen. Zum Beispiel muss ausländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits vor der Abreise eine schriftliche Hygieneunterweisung in Landessprache ausgehändigt werden. Bei allen arbeitsbezogenen Kontakten sollen, soweit wie irgendwie möglich, Sicherheitsabstände von mindestens 1,5 Metern (besser zwei Metern) eingehalten werden. Des Weiteren muss auch an abgelegenen Arbeitsplätzen (zum Beispiel auf dem Feld) die Handhygiene gewährleistet sein. Auch müssen etwa Zimmer-/Wohn- und Teameinteilung verbindlich festgelegt werden.

Aufbauend darauf haben das Landwirtschaftsministerium und das Arbeitsministerium eine Handlungshilfe zum Schutz vor Ansteckung mit dem Corona-Virus bei der Saisonarbeit in der Landwirtschaft erstellt. Ergänzend zur Nachweispflicht eines negativen Testergebnisses bei Einreise wird – unabhängig von der Einstufung des Einreiselandes – ein ergänzender COVID-19-Schnelltest bei Ankunft im Betrieb empfohlen, um das Infektions- und Ausbreitungsrisiko weiter zu verringern. Zudem sind die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aufgefordert, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassend und in verständlicher Sprache über Vorgänge, Arbeitsabläufe und Pandemie-bedingte Änderungen zu informieren.

Quelle: Land.nrw

Ein Kommentar

  1. Hier ist doch völlig Absurd diese Maßnahmen Einhalten zu können, erstens wie kommen Sie auf den Feldern mit Kleinbusse, kein Abstand, wie geht es bei Maschinen zu Pflanzen?, stehen neben einander, wie ist es bei Ernte Maschinen Kohl und viele Arten noch liegen sie auf den Ernte Tragflächen nebeneinander? und so könnte man nur sagen Hirngespinst. Ohne die Erntehelfer und viele andere Berufe geht es nicht, man muss nach vorne schauen und auch mal sagen was Fakt ist. Wenn die Bevölkerung den Lebensweg so weiter machen möchten, dann müssen Einschnitte gemacht werden, ansonsten ist es kaum möglich für den Preis das Produkt noch Kaufen zu können. Hier muss Verstand oben im Kopf beginnen Liebe Politiker. Wenn wir nur alle Erntemaschinen mit 2 Personen Besetzen kostet ein Blumenkohl 6 Euro und eine Kohlrabi nicht weniger. Das geht wohl keinem im Kopf rum. Die Wahlen werden Spannend. Grün ist gut!

Kommentare sind geschlossen.