Auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik entsteht der „Nordpark Süchteln“

Nachdem der geplante Bebauungsplan für die Fläche an der Grefrather Straße zwischen Feldstraße und Stauferstraße bereits im September ausgelegt worden war, sind bereits seit einigen Wochen auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik schwere Baugeräte aktiv. Im Frühjahr sollen nach Möglichkeit die Bauarbeiten beginnen und das neue Viertel „Nordpark Süchteln“ entstehen.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Süchteln – Kleine Gewerbeeinheiten, ein Seniorenheim, Wohnraum und eine passende KiTa sind die Ziele der Investoren Zaum und Janissen für das große Areal der ehemaligen Süchtelner Papierfabrik an der Grefrather Straße.
Bereits seit Jahren steht das große Fabrikgelände leer, rund vier Monate hatte die Mönchengladbacher Insolvenzverwaltung im Jahre 2017 nach einem Investor gesucht, am Ende war kein Interessent mit einem tragfähigen Angebot übriggeblieben. 73 Mitarbeiter waren von der Insolvenz betroffen als „Viersen Paperboard“ endgültig schloss und die Maschinen zur Herstellung von Hülsenkarton, Vollkarton und Kantenschutzelementen verstummten.

Papierfabrik Süchteln
Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Ursprünglich waren Planungen der Caritas für den Bau eines Seniorenheims auf dem Areal bekannt geworden, doch nachdem sich diese Möglichkeit zerschlagen hatte, fehlten zunächst passende Ziele. Nun soll neues Leben einkehren auf das Gelände, welches mittlerweile zum Ziel der Lost-Place-Fotografen geworden war, denn die Viersener Investoren Zaum und Janissen wollen hier den „Nordpark Süchteln“ entstehen lassen, der Platz zum Leben und Arbeiten bieten wird.

Bereits im Frühjahr könnten die Bauarbeiten beginnen, die das Fundament für sechs Wohnhäuser mit rund 130 Einheiten für 300 Menschen im Grünen ebenso legen, wie für ein Seniorenheim, eine KiTa und kleine Gewerbeeinheiten. Wann genau hängt von einer Änderung des Bebauungsplans ab, denn zurzeit ist die Fläche als Gewerbegebiet ausgewiesen.

Papierfabrik Süchteln
Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Dass bisherige Fabrikgebäude soll dabei so gut es geht erhalten bleiben, allerdings hat die Bausubstanz nicht nur durch den Verfall gelitten, auch Brände auf dem Gelände machten dem Objekt schwer zu schaffen.
Die Investoren, die den Bereich bereits gekauft hatten, als die Caritas ihr Interesse anzeigte, wollen das Areal mit drei Zufahrten öffnen, wodurch weitere Wegeführungen für die vielfältige Bebauung geschaffen werden. Ein weiterer Investor, mit dem die Baupläne nun umgesetzt werden, sei bereits ebenso gefunden wie ein passender Träger für das Seniorenheim, welches 80 vollstationäre Plätze anbieten wird.

In direkter Nachbarschaft sehen die Pläne bereits eine Pufferzone vor, auf der kleine Gewerbeeinheiten eine Abgrenzung zum entstehenden Gewerbegebiet bieten sollen. Die ersten Schlüssel könnten nach rund eineinhalb Jahren übergeben werden. Zunächst jedoch müssen die erforderlichen Gutachten davon überzeugen, dass mit dem „Nordpark Süchteln“ ein neuer Komplex geschaffen wird, der eine verträgliche Entwicklung zu den angrenzenden Flächen im Spannungsfeld des Industrieparks Feldstraße und dem bereits bestehenden Wohngebiet im nahen Umfeld darstellt. (nb)