„Aufbruch 2019“: Dietermann GmbH und Notburgahaus aus Viersen ausgezeichnet – eine weitere Auszeichnung ging nach Kempen

Der Wettbewerb „Aufbruch 2019“ richtete sich an alle Betriebe, die in ihrer Personalpolitik über Erfahrung mit der Einstellung von Menschen, die nach einer längeren Phase der Arbeitssuche wieder einsteigen, verfügen – nun wurden die Gewinner ausgezeichnet. Auf Platz ein und zwei landeten zwei Viersener Arbeitgeber, Platz drei sicherte sich ein Kempener Unternehmen. 

Viersen/Kempen – Gerade diese Betriebe eröffnen arbeitslosen Menschen neue Arbeitsmarktchancen und sollen für ihre innovative Mitarbeit und ihr soziales Engagement geehrt werden. Auf Grund der positiven Resonanz der ersten Arbeitgeberprämierung im Jahr 2017 entschied sich das Jobcenter Kreis Viersen zur Durchführung eines erneuten Wettbewerbs.

In die engere Auswahl wurden Unternehmen gewählt, die in den letzten zwei Jahren auf das Potenzial der Kundinnen und Kunden des Jobcenters Kreis Viersen zurückgegriffen haben. Eine Jury aus Vertretern der Wirtschaft, der Verbände und der Politik sichtete und bewertete alle eingereichten Bewerbungen.

Die Preisträger wurden nun im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Kreishaus Viersen ausgezeichnet. Die ersten drei Gewinner wurden hierbei in einem kurzen Imagefilm persönlich vorgestellt. Als Laudatoren konnten die drei Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer, Udo Schiefner und Otto Fricke gewonnen werden.

Die Gewinnerunternehmen sind:
Platz 1: Dietermann GmbH & Co. KG aus Viersen
Platz 2: Notburgahaus aus Viersen
Platz 3: Hummen Automatenservice GmbH aus Kempen

Foto: Xity

Das Familienunternehmen Dietermann GmbH & Co. KG mit Sitz im Gewerbegebiet Mackenstein besteht seit 1921. Als Metallgießerei stellt es anspruchsvolle Gußteile mittlerer Serienteile für Kunden aller Industriebranchen her. Das Unternehmen beschäftigt aktuell ca. 95 Arbeitnehmer im Metall- und Produktionsbereich und ist zusätzlich ein anerkannter Ausbildungsbetrieb.
Dietermann GmbH & Co. KG hat sich im Wettbewerb „Aufbruch 2019“ maßgeblich durchgesetzt, da das Unternehmen seit 2017 drei langzeitarbeitslose Menschen eingestellt hat. Herrn Franz Georg Reiners, der das Unternehmen bereits in der 3. Generation führt, ist es wichtig, dass Menschen mit Biografiebrüchen eine Chance erhalten, um sie sozial wieder zu integrieren. Als Familienbetrieb wird eine langfristige, verlässliche Personalpolitik betrieben.

Franz-Josef Schmitz, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Viersen, erläutert: „Mit diesem Wettbewerb haben wir Arbeitgeber in einem würdigen Rahmen ausgezeichnet, die sich ganz bewusst dazu entschieden haben, Menschen eine berufliche Chance zu geben, die schon länger aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind. Die erzielten Erfolge zeigen eindeutig, dass die Richtung stimmt. Nun geht es darum, die Arbeitgeber in Zukunft noch mehr ins Boot zu holen und für die Thematik zu sensibilisieren. Auch das ist eine wichtige Intention des Wettbewerbs. Schließlich stecken auch in den Langzeitleistungsbeziehern Kompetenzen, die auf dem Arbeitsmarkt benötigt werden und dem Fachkräftemangel entgegenwirken.“

Landrat Dr. Andreas Coenen hebt hervor: „Langzeitarbeitslosigkeit ist noch immer das größte Armuts- und Ausgrenzungsrisiko. Unser wichtiges gemeinsames Ziel muss es deshalb sein, diesen Menschen wieder eine Perspektive zu geben. Langzeitleistungsbezieher und ihre Familien sollen wieder eine Perspektive in Arbeitswelt und Gesellschaft erhalten und ihren Lebensunterhalt möglichst eigenständig bestreiten können. Ich danke allen Arbeitgebern, die den Langzeitleistungsbeziehern und ihren Integrationsfachkräften einen gehörigen Vertrauensvorschuss gegeben haben. Sie haben nicht nur Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt, sondern das Projekt aktiv unterstützt. Für mich ist das erneut ein Zeichen dafür, dass wir uns auf die Unternehmen hier im Kreis Viersen verlassen können.“