Ausschuss berät über Änderungen entlang der Süchtelner Grefrather Straße

Bereits 2017 hatte die CDU-Ratsfraktion auf die Situation an der Grefrather Straße im Bereich Heerbahn und Feldstraße aufmerksam gemacht. Die vorgeschlagene zweispurige Fahrbahn sei jedoch laut Verwaltung nicht möglich, die nun eine Ausweitung des Parkverbotes vorschlägt.

Viersen-Süchteln – In der kommenden Woche berät der Ordnungs- und Straßenverkehrsausschuss über eine Ausweitung des Parkverbotes am Fahrbahnrand entlang der Grefrather Straße im Abschnitt zwischen Heerbahn und Feldstraße.

Die CDU-Ratsfraktion beantragte bereits 2017 eine Überplanung und Umgestaltung der Grefrather Straße zwischen den Einmündungen Heerbahn bis zur Einmündung Feldstraße im Stadtteil Süchteln. Ziel der Maßnahme war eine Verbesserung des Verkehrsflusses, bei einer gleichzeitigen Optimierung der Parkraumsituation und einer optischen Aufwertung des Straßenbildes.

„Die zunehmende Belastung der Grefrather Straße durch den stetig wachsenden Individual- und Berufsverkehr sowie die erfreuliche Entwicklung unserer Baugebiete im Stadtteil Süchteln erfordern es, sich der Verkehrsproblematik in diesem Streckenabschnitt erneut zu widmen“, so die CDU-Viersen. „Die aktuelle Verkehrssituation ist geprägt durch eine breite, aber „einspurige“ Fahrbahnführung. Einseitig, in Fahrtrichtung Süchteln, darf auf der Fahrbahn geparkt werden. Diese Verkehrsführung hat durch das steigende Verkehrsaufkommen dazu geführt, dass es immer häufiger zu längeren „Stauzeiten“ auf diesem Streckenabschnitt vor allem in den Stoßzeiten kommt. Das Anfahren bzw. Abbremsen, um sich an den parkenden Autos vorbeizuschlängeln, führt dabei zu erhöhter Emissionsbelastung im Bereich Lärm und Abgases sowie zu häufigen Sachschäden durch „Spiegelunfälle“. Als Lösungsansatz wurde eine zweispurige Fahrbahn mit entsprechenden Parkbuchten vorgeschlagen.

Dies sei jedoch laut den Ausführungen der Viersener Verwaltung nicht möglich, denn eine antragsgemäße Querschnittsänderung könne aufgrund der vorhandenen Straßenraumbreiten nicht regelkonform hergestellt werden. Die Verwaltung hat in Abstimmung mit dem Straßenbaulastträger nun alle Möglichkeiten geprüft, ob und wie das Parken entlang der Grefrather Straße geregelt werden kann. Um eine regelkonforme Lösung zur (Neu-)Ordnung des ruhenden Verkehrs anbieten zu können, besteht die einzige Möglichkeit darin, das Parken stadteinwärts allein durch eine entsprechende Beschilderung zu regeln, d. h. ohne Markierung der Parkmöglichkeiten.

Von den Abschnitten, die heute stadteinwärts zwischen Heerbahn und Feldstraße als Parkmöglichkeit genutzt werden, liegen einige in den bereits eigentlich jetzt schon freizuhaltenden Sichtfeldern. Das bedeutet, dass heute – unter Berücksichtigung der Sichtfelder – grundsätzlich 35 Parkmöglichkeiten vorhanden sind. Diese Parkmöglichkeiten sind jedoch nicht vereinzelt, sondern in zusammenhängenden Blöcken vorhanden. Somit gibt es keine Ausweichstellen, sollten die Flächen durch parkende Fahrzeuge besetzt sein. Ausweichstellen tragen jedoch wesentlich zur Verstetigung des Verkehrsflusses bei, da dann „auf Sicht“ und vorausschauend gefahren werden kann. Daher sollen die „Parkblöcke“ entsprechend unterbrochen werden, sodass insgesamt in dem Bereich zwischen Heerbahn und Feldstraße stadteinwärts 27 Parkmöglichkeiten für ein dauerhaftes Parken regelkonform angeboten werden können. Aufgrund der vorhandenen Fahrbahnbreiten wird es bei den verbleibenden Parkmöglichkeiten jedoch weiterhin im Begegnungsfall LKW-PKW zu Wartevorgängen hinter parkenden Fahrzeugen kommen. Eine antragsgemäße Verstetigung des Verkehrs ist somit unter Beibehaltung der Parkmöglichkeiten nicht möglich.

Quelle: Stadt Viersen – Der Ausschuss für Ordnung und Straßenverkehr der Stadt Viersen tritt am Dienstag, 13. April 2021, in der Festhalle am Hermann-Hülser-Platz 1, zusammen. Der öffentliche Teil beginnt um 18:30 Uhr. Aufgrund aktueller Entwicklungen während der Corona-Pandemie ist eine kurzfristige Absage möglich.

In der kommenden Woche berät der Ordnungs- und Straßenverkehrsausschuss über eine Ausweitung des Parkverbotes am Fahrbahnrand entlang der Grefrather Straße im Abschnitt zwischen Heerbahn und Feldstraße. Foto: Picsues/Pixabay

3 Kommentare

  1. Das verquaste Argumentieren der Stadtverwaltung ist ja bezeichnend für unsere Bürokratie. Da erklärt man dann ,warum etwas nicht geht, anstatt es „zu machen“. Nicht erst seit 2017 ist die Belastung der Straße bekannt. Mehr als 18000 Fzg. nutzen sie am Tag, darunter sehr viele „durchreisende“ LKW. Die Wände der Häuser wackeln,die Menschen sind einer unerträglichen Lärmbelästigung ausgesetzt. Unberücksichtigt bleibt auch, dass in verkehrsärmeren Zeiten dort gerne zwischen Ortseingang (aus Rtg.Grefrath) und der „abbremsenden“ Verkehrsinsel an der Feldstrasse „Vollgas“ gefahren wird. Nicht nur von LKW, sondern noch extremer von PKW und Motorrad. Da wird auf gerader Strecke dann durchbeschleunigt, was dann noch das i-Tüpfelchen des Lärmterrors ist. Aber Politik und Verwaltung interessiert dieser seit Jahrzehnten bekannte und sich stetig verschlimmernde Zustand nicht. Unwillen und Unfähigkeit gehen hier Hand in Hand, so wie die gesamte Verkehrspolitik seit etlichen Jahren. Lieber hinter dem Argument „das geht nicht“ verstecken. So scheiterte in den 1979/1980 Jahren der Bau einer dringen notwendigen Umgehungsstraße genau so,wie es Jahrzehnte brauchte,den Erschließungsring zu bauen und dann durchgängig fertigzustellen.

  2. Wir wohnen schon seit 50 Jahren an der L39 direkt im Ampelbereich Grefrather Strasse /Oether Str. Seit 50 Jahren wird an dem Grefrather Strassenverkehr gebastelt. Immer zu Gunsten des Strassenverkehr für PKW und LKW. Die Anwohner blieben AUSSENVOR. 1997 gab es eine Grösse Kanalsanierung, dass war das letzte mal, dass die Fahrbahn erneuert wurde. Heute ist die Grefrather-Strasse L 39 eine Holperstrecke, die langsam die Bausubstanzen der anliegenden Häuser in Mitleidenschaft zieht. (Aufforderungen an Strassen NRW 03.2021 ???) Ursache! Die seit 2005 Eingeführte LKW Maut. Die L 39, der Westring und die Hindenburgstrasse wurde seit dem zum ZUBRINGER zur A 61 -A40 und A40 – A 61. PKW’s von Morgens 05:00h bis 24:00h hin und her (Kennzeichen aus aller Welt) Geschwindigkeit von jenseits der 50km/h. In einer ORDSCHAFT! Und Tonnenschwere Fahrzeuge. Etwas Ruhe bringen die PARKENDEN Fahrzeuge, weil der Verkehr langsamer wird. Die IDEE das Parken zu verbieten, führt dazu, dass die L39 zu einer RENNSTRECKE wird.
    Grundsätzlich währe es Sinnvoll, die Durchfahrt als ZUBRINGER für den Schwerlastverkehr zu Unterbinden! Diese würde folglich eine Abnahme der Fahrzeugfrequentierung bringen. Stauungen würden reduziert, weil der PKW Verkehr wie in der jetzigen Parksituation fließen kann. Eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h währe mit Sicherheit sinnvoll. Wenn die ORDNUNGSBEHÖRDE den ruhenden und fließenden Strassenverkehr überwachen würde, währe viel geregelt!
    Aber….Wer hat Hier die Lobby????

  3. Wohne seit einem Jahr nun auf der Grefrather Strass in der Höhe von SAB Bröckskes. Im Sommer ist es hier im Dachgeschoss so was von warm, aber beim offenem Fenster schlafen kann man hier nicht… Die Autos, egal ob Pkw’s oder Lkw’s rasen hier, wie die Weltmeister durch die Weltgeschichte. Selbst wenn die Fenster zu sind wackelt das ganze Zimmer. Eine Beschwerde bei der Stadt bringt nichts…es wir dann nur gesagt, dass es tagsüber wegen ähnlicher Beschwerden die Geschwindigkeit gemessen wurde und alles mit paar Ausnahmen im grünem Bereich sei.

    Also was soll ich hier als Bürger machen Pentention und Unterschriften sammeln?!

    Ehrlich schon mit so vielen Anwohnern gesprochen und höre darüber echt nichts gutes. Die meisten beschweren sich darüber, aber geändert wird von der Seite der Stadt nix…echt traurig

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