Ausschuss berät über CDU-Antrag zur Hundekot-Situation im Stadtgebiet

Der Ordnungs- und Straßenverkehrsausschuss berät am 1. Dezember über den Antrag der CDU-Fraktion das bestehende Konzept zur Vermeidung von Hundekot zu erweitern. Es sei selten den Verursacher „auf frischer Tat“ zu erwischen – die Verwaltung geht davon aus, dass mehr Tütenspender nicht zu mehr Sauberkeit führen würden. 
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Bereits Anfang Mai hatte die CDU-Fraktion eine Erweiterung des bereits bestehenden Konzeptes zur Vermeidung von Hundekot im Stadtgebiet beantragt. Im September wurde Verwaltung durch den Ordnungs- und Straßenverkehrsausschuss beauftragt eine Vorlage zu erstellen, über die nun am 1. Dezember beraten wird.
Der Antrag basiert auf dem in 2015 initiierten Antrag der CDU-Fraktion, durch welchen über die städtische Homepage mögliche Standorte für die Aufstellung weiterer Hundetütenspender und Papierkörbe abgefragt und aufgestellt wurden, die regelmäßig durch die Städtischen Betriebe mit neuen Tüten bestückt werden. Stimmt der Ausschuss zu, sollen nun bedarfsgerecht weitere Spender aufgestellt werden, denn es wurden in den vergangenen Jahren zwar Spender aufgestellt, die Städtischen Betriebe prüfen jedoch stetig die Notwendigkeit.

Im Oktober befanden sich im Stadtgebiet Viersen 14 Tütenspender, in Dülken 13, in Süchteln 9 sowie in Boisheim 4 entsprechende Stationen. In Dülken sind bereits die beantragten und aufgestellten drei zusätzlichen Spender im Bereich Burgacker aufgeführt, ein weiterer wurde aktuell im Lunapark positioniert.
Der jährliche Bedarf bei den derzeit 40 Standorten beläuft sich auf 720.000 Tüten mit einem Kostenfaktor von 4.600 Euro; ein Beutelspender kostet ca. 90 Euro. Hinzu kommen die Personalkosten für die Befüllung. Die Verwaltung weist darauf hin, dass diverse Vandalismusschäden an den Tütenspendern zu beklagen seien – Spender seien angezündet, abgerissen oder umgetreten worden.

„Trotz des sukzessiven Ausbaus der Standorte und einer damit einhergehenden Verbesserung der Hundekotentsorgung, sind leider immer noch an bestimmten Stellen erhebliche Verschmutzungen öffentlicher Flächen mit Hundekot zu beklagen, was ausschließlich der Bequemlichkeit und Intoleranz der betreffenden Hundehalter-/innen zuzurechnen ist“, so die städtische Vorlage weiter. „Die Verwaltung ist der Meinung, dass das Nicht-Entfernen der Hinterlassenschaften eines Hundes nicht in maßgeblicher Abhängigkeit vom Vorhandensein eines Hundekotbeutelspenders bzw. eines (nahen) Abfallbehälters steht.“

Deshalb würde auch ein verdichtetes Netz an Standorten nicht zu einer deutlichen Reduzierung von Hundekot führen, „da die Hinterlassenschaft immer noch aufgenommen werden muss und alleine diese Tatsache ist vielen Hundebesitzer/-innen zu aufwändig, zu schmutzig oder einfach zu eklig.“ Es sei jedoch beinahe unmöglich den meist unbekannten Verursacher und somit den Hundehalter mit einem Verwarnungs- oder Bußgeld zu belegen. So lägen die Vorgänge mit einem Verwarnungs- oder Bußgeld jährlich im einstelligen Bereich. Hundehalter müssten dazu „auf frischer Tat erwischt“ werden, jedoch stelle nicht das Abkoten des Hundes die Ordnungswidrigkeit dar, sondern das Zurücklassen des Hundekots durch den Hundehalter.
Viel weniger Probleme habe der Kommunale Ordnungsdienst in seinem täglichen Wirken bei Verstößen gegen die Leinenpflicht. Diese sind oftmals weithin sichtbar und somit auch feststellbar.

Es sei somit deutlich, dass das aktuelle Vorgehen zur Bewirtschaftung von Hundekotbeutelspendern im Stadtgebiet die Situation seit 2015 an vielen Stellen zwar verbessert habe, aber leider noch keine abschließende Lösung darstelle. Aus diesem Grund stellt die Verwaltung auch weiterhin Überlegungen zur Hundekotreduzierung an, bereits in 2015 wurde eine Mitführungspflicht von Hundekotbeuteln besprochen, diese führt die Verwaltung erneut in der Vorlage für die kommende Sitzung an. (dt/Stadt Viersen)

Foto: Rheinischer Spiegel

 

 

 

Ein Kommentar

  1. Ein tolles Beispiel für die Nutzlosigkeit von Beuteln im Allgemeinen:
    Die Gasse zwischen „Alte Bruchstr.“ und „Winkelstr/Krefelder Str.“ ist ein echtes, stinkendes Hundeklo. Nicht nur dass hier ein Haufen an den anderen gereit ist und man wirklich schwerlich ohne Fehltritt durch die Gasse kommt, nein hier werden sogar gefüllte Kotbeutel abgelegt.
    Im Frühjahr und Sommer gibt es deshalb auch stetig eine eklige Fliegenplage. Groß, dick und schwarzblau……..
    Alle bisherigen Beschwerden verliefen im Sande.

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