Ausschuss beschließt Umgestaltung des Mühlentorplatzes

Der Mühlentorplatz in Rheindahlen wird umgestaltet. Zukünftig soll der Marktplatz als zentraler Ort der Begegnung verlagert und in seiner Funktionalität gestärkt werden. Dazu wird die Platzfläche vor der Kirche als Marktplatz hervorgehoben.

Visualisierungen des neuen Mühlentorplatzes. ©Planergruppe GmbH/ Visuplan 3D Susanne Geppert

Mönchengladbach – Um eine neue Mitte mit einer hohen Aufenthaltsqualität und viel Grün gestalten zu können, wird die Nahmobilität gestärkt und der KfZ-Verkehr im Zentrum reduziert. Nach Anhörung in der Bezirksvertretung West und Beschluss im Ausschuss für Planung, Bauen und Stadtentwicklung können jetzt die Planungsleistungen für die Ausführungsplanung beauftragt werden. Ein voraussichtlicher Baustart wird für das dritte Quartal 2021 avisiert, eine Fertigstellung wäre dann im April 2022 möglich.

Die Aufenthaltsqualität auf dem Mühlentorplatz soll stark verbessert werden. Das Karree aus 15 geschnittenen Platanen bleibt erhalten, die Einfassung des Parkplatzes an der Ost- und Südseite wird als Hochbeet konstruiert und mit Gräsern und Stauden bepflanzt. Entlang der Nord-, Ost- und Südseite werden 27 Spalierbäume in die Beete gepflanzt. Das Pflanzbeet vor der Apotheke wird deutlich vergrößert und um drei schattenspendende mehrstämmige Kirschen ergänzt.

Um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, wird das Platanenkarree mit sechs Rundbänken ausgestattet. Vor dem Hochbeet wird ein rund 30 Meter großes Stadtsofa platziert. Das in drei Abschnitten unterteilte Stadtsofa hat eine erhöhte Rückenlehne und ermöglicht den Blick über den Marktplatz zur imposanten Kirche. Dazu kommen fünf Bänke am Pflanzbeet vor der Apotheke.

Visualisierungen des neuen Mühlentorplatzes. ©Planergruppe GmbH/ Visuplan 3D Susanne Geppert

Zwischen St- Helena-Platz, Platanenkarree und Kirche wird es eine Spielmöglichkeit für Kinder geben. Geplant ist ein hölzernes Objekt zum Klettern, Rutschen, Balancieren und Verstecken. Um eine behagliche Atmosphäre zu schaffen, werden einige Bepflanzungen beleuchtet.

Die Platzfläche südlich des Parkplatzes wird mit der Fußgängerzone verbunden und zukünftig auch der Standort für den Wochenmarkt sein. Durch eine entsprechende Pflasterung wird dieser Platz eindeutig als neuer Marktplatz hervorgehoben. „Rheindahlen bekommt eine neue Mitte, die ein Treffpunkt für alle Menschen im Stadtteil ist.

Dr. Gregor Bonin – Foto Stadt MG

Wir schaffen eine ganz neue Aufenthaltsqualität, die vor allen Dingen in den Sommermonaten durch eine entsprechende Bepflanzung und Beleuchtung zum Verweilen einlädt. Darüber hinaus werten wir auch den Markt auf. Der Markt ist ein verbindendes Element für die Menschen im Quartier“, so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin.

Der Verkehr wird im erweiterten Umfeld des Mühlentorplatzes neu geführt. Die Durchfahrt Am Mühlentor sowie die Verkehrsführung westlich und südlich des Parkplatzes entfallen. Der Parkplatz wird zukünftig nur noch über die Straßen direkt neben der Tiefgaragenzufahrt erschlossen. Die Plektrudisstraße und Helenastraße sind künftig Einbahnstraßen. Der Parkplatz wird geringfügig verkleinert und mit Spaliergehölzen eingefasst. Insgesamt wird es 44 Stellplätze einschließlich zweier Behindertenstellplätze geben.

Die Umgestaltung des Mühlentorplatzes stützt sich auf das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK). Begleitet wurde die IHEK-Erarbeitung im Vorfeld mit einer intensiven Bürgerbeteiligung und weiteren Abstimmungsrunden. Weitere geplante Infoveranstaltungen im November und Dezember 2020 konnten leider aufgrund der Pandemie nicht als Präsenzveranstaltungen durchgeführt werden, allerdings wurden die überarbeiteten Planungen auf der städtischen Homepage und im Landboten veröffentlicht.

Darüber hinaus war auch der Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Helena kontinuierlich in den Planungen eingebunden, da der Fabrikfonds St.-Helena Eigentümer der Flächen vor und neben dem Kirchengebäude ist. Das Teilprojekt der Gesamtmaßnahme „Stadtumbaugebiet Rheindahlen-Mitte“ wurde im September 2020 mit Gesamtkosten in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro veranschlagt, eine Zuwendung in Höhe von annähernd 1,4 Millionen Euro ist beantragt.  [pmg]

Ein Kommentar

  1. Empfehlenswert wäre, auf dem Straßenstück zwischen Tiefgarage u. Kreisel die Bürgersteige (ohnehin nur hinderlich) zu entfernen und durchgehend zu pflastern. Es schafft optisch schon eine Verkehrsberuhigung. Barrierefrei für Behinderte und Kinderwagen und zeigt, dass eine Durchfahrt entfällt.

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