Bäckerei Berns schloss Filialen – Ein finanzkräftiger Investor blieb aus

Wir berichten zu Ihren Leserfragen: Bereits seit Ende August sind die Filialen der Bäckerei Berns geschlossen. Vor über einem Jahr war das Insolvenzverfahren des Viersener Unternehmens eröffnet worden. Gespräche wurden geführt, doch ein finanzkräftiger Investor fehlte während der Corona-Pandemie.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Das Bäckereigewerbe hat nicht leicht und dies nicht erst seit Corona. Im Juli vergangenen Jahres hatte die Aachener Bäckereikette Oebel den Schritt in die Insolvenz gehen müssen, im August vergangenen Jahres traf es das Viersener Familienunternehmen der Bäckerei Berns, die an der Schiefbahner Straße ansässig war. Den Antrag hatte das von Bäckermeister Hubert Berns gegründete Unternehmen selbst angestoßen, welches seit über 25 Jahren in der Region vertreten war.

Noch am gleichen Tage ordnete das Amtsgericht Mönchengladbach Sicherungsmaßnahmen an und bestellte den Sanierungsexperten Michael Bremen von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Die Bäckerei Berns KG fertigte in eigener Backstube in Viersen Backwaren, die sie über acht Filialen im näheren Umkreis vertrieben hat. Bei der Bäckerei Berns KG waren 56 Arbeitnehmer und drei Auszubildende beschäftigt.

Vergangenheit, denn am 31. August schlossen die Filialen, die in der Corona-Pandemie um ihr Überlegen gekämpft hatten. Ziel des Insolvenzverwalters war der Erhalt der traditionsreichen Bäckerei, der im vergangenen Jahr Gespräche mit möglichen Investoren führte. Am Ende konnte jedoch kein Investor gefunden werden, der in der aktuellen Situation den Betrieb hätte fortführen können. Ebenfalls die Planungen mit einem lokalen Partner die Filialen fortzuführen schlug fehl aufgrund der vorgegebenen Auflagen der Lebensmittelüberwachung bei einer Übernahme. Die Filialen mussten schließlich geschlossen werden, weil während eines Insolvenzverfahrens keine Verluste eingefahren werden dürfen. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel