Basar abgesagt – Pfarre St. Clemens bittet um Spenden für Missionsstation

Aufgrund der Corona-Pandemie findet der traditionelle Weihnachtsbasar der Pfarre St. Clemens zugunsten der Missionsstation Chitsungo und der Lepra- und Tb-Station Monteagudo in diesem Jahr nicht statt. Doch Hilfe wird dringend benötigt, weshalb die Pfarre zum Spenden aufruft.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen-Süchteln – Durch das vielfältige Angebot des Weihnachtsbasars der Pfarre St. Clemens zu stöbern, ist in diesem Jahr aufgrund der Corona-Situation nicht möglich. Corona lässt vieles nicht zu, darunter der Basar, mit dem die Pfarre und die engagierten Helfer für Bolivien und Zimbabwe gesammelt haben.

„Seit März mussten wir alle Aktionen zur Hilfe einstellen, während in Zimbabwe und Bolivien das Grauen begann: Die Regierungen verhängten eine totale Ausgangssperre, die Versorgung der Menschen brach zusammen, in den Städten lagen die Coronatoten auf der Straße, weil die Bestatter und die Krematorien mit der Zahl der Toten nicht mehr mithalten konnten“, so die Süchtelner Pfarre St. Clemens in ihrem Aufruf. „Jetzt bitten die Missionsstation Chitsungo und das ehemalige Leprakrankenhaus Monteagudo um unsere finanzielle Hilfe, um Kranke, Personal und die ländliche Bevölkerung aus ihrer Umgebung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu versorgen.“

Dr. Boris Apodaca, der leitende Arzt aus Monteagudo, sagt: „Unsere Gesundheitsversorgung ist kollabiert, wir brauchen Hilfe, dringend!“ Und auch aus Chitsungo ist eine Meldung eingegangen: „Bisher haben wir Desinfektionsmittel und chirurgische Masken erhalten, die uns durch die Freundlichkeit des Bischofs erreicht haben. Wir wissen, dass noch mehr benötigt wird, da die Vorräte täglich weniger werden.“

Aus alten Plastikplanen selbst gefertigte Schutzkleidung, auch für Dr. Apodaca (li). Foto: privat

Dr. Apodaca: „Wir haben uns selbst Schutzkleidung anfertigen müssen, aus alten Plastikfolien, täglich desinfizieren wir sie und benutzen sie jeden Tag neu.“
„Die Landbevölkerung kann ihre Produkte nicht mehr auf dem Markt verkaufen, weil es eine strikte Ausgangssperre gibt. Jetzt haben die Menschen keinerlei Einkommen mehr, viele hungern und verzweifeln. Da die Menschen jetzt keinerlei Einkommen haben, können sie auch keine Medikamente kaufen oder einen Aufenthalt im Krankenhaus bezahlen“, ergänzt Schwester Ancila. „Corona hat uns wieder abhängig gemacht, obwohl wir uns in den letzten Jahren so angestrengt haben, endlich unabhängiger von fremder Hilfe zu werden.“

Deshalb ruft die Pfarre St. Clemens gemeinsam mit ihren Partnern in Chitsungo und Monteagudo dazu auf in dieser schwierigen Zeit zu helfen. Wer nicht für den Basar arbeiten oder ihn besuchen kann ist herzlich eingeladen mit einer Spende auf das Konto der Pfarre die Projekte zu unterstützen. Für jeden kleinen und größeren Betrag ist die Pfarre dankbar.

Spendenkonto IBAN DE64 3146 0290 0700 2270 30 der Pfarre St. Clemens Süchteln, Verwendungszweck: „BASAR 2020“. Falls Spender eine steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigung wünschen, können sie ihre Adresse bei dem „Verwendungszweck“ eintragen. Ebenso haben Spender bis zum 30. Oktober die Möglichkeit, ihre Spende zu den regulären Öffnungszeiten im Pfarrbüro, Ostring 22, abzugeben.

 

Ein Kommentar

  1. Bei einem Vermögen der Erzbistümer (z.B.) Paderborn oder Köln von über 3-4 Milliarden hier noch um Spenden zu betteln, ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten.

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