Baumfällungen in Dülken: BUND Stadt und Kreis Viersen wendet sich an Bezirksregierung und Umweltministerium

Auf der Dülkener Lange Straße wird in den kommenden Tagen mit der geplanten Umgestaltung begonnen, weshalb zunächst Baumfällungen vorgenommen werden. Bereit im Vorfeld hatte der BUND Stadt und Kreis Viersen sich hierzu zu Wort gemeldet, nun wendet sich die Tier- und Naturschutzgruppe erneut an die übergeordneten Stellen. 
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Dülken – Baumfällungen in und um Viersen führen immer wieder zu Diskussionen, ebenfalls bei der Umgestaltung der Lange Straße war das nicht anders. Nun steht diese bevor und die Stadt Viersen hat bekannt gegeben, dass in den kommenden Tagen mit den Fällungen begonnen wird. Hierzu hat sich der BUND Stadt und Kreis Viersen nun erneut an die Bezirksregierung Düsseldorf, das Umweltministerium und an das Landesbüro der Naturschutzverbände gewandt.

„In Dülken sollen mal wieder eine ganze Reihe von überwiegend gesunden Bäumen der Planung zum Opfer fallen. Vor über einem halben Jahr haben wir uns an die zuständige Fachabteilung der Bezirksregierung gewandt; leider haben wir telefonisch wie immer die gleiche Antwort erhalten: ‚Die Kommunen seien eigenständig verantwortlich – wir werden uns aber darum kümmern‘.
Wenn die Bezirksregierung weiterhin bei dieser Praxis bleiben sollte, dass die Fördermittel der Landesregierung fließen, obwohl die Kommunen (nicht nur in Viersen) ständig damit bei allen Neuplanungen Stadtnatur vernichten (auch solche, die noch vor Jahren ebenfalls mit Landesmitteln gefördert wurde), dann müssen wir diese Vorgehensweise als das bezeichnen was sie tatsächlich ist: Vergeudung von Steuergeldern und Ignoranz der durch den Klimawandel entstandenen Schäden, die durch diese geplanten Massenfällungen noch weiter beschleunigt werden“, so Almut Grytzmann-Meister, gerade frisch wiedergewählte Vorsitzende des Viersener BUND-Ortsverbandes.

Normalerweise prüfe ein Geldgeber auch die ordnungsgemäße und praktische Durchführung eines Auftrages. Die geschehe hier nicht; im Gegenteil, erklärt Grytzmann-Meister weiter: „Die Bürger werden weiter glauben gemacht, dass der Geldgeber (Landesregierung mit Bezirksregierung) alle Planungsphasen kontrolliert. Wir ersuchen die übergeordneten Stellen deshalb zum wiederholten Male nicht nur die baulichen Planungen auf ihre Rechtmäßigkeit, sondern auch die Planungen, die die Natur- und Umwelt betreffen zu überprüfen.“ (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Unmut über Baumfällungen in Dülken zur Öffnung der Lange Straße