BDHS: Schützen grenzen sich von AFD ab

Der BHDS-Vorstand hat unter der Führung von Bundesschützenmeister Emil Vogt ein Positionspapier zur Unvereinbarkeit der christlichen Werte der Mitglieder in einer dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. (BHDS) angehörigen Bruderschaft mit der Mitgliedschaft in der Partei Alternative für Deutschland (AfD) vorgelegt.

Brauchtum – Nach reger Diskussion beschloss der Hauptvorstand des BHDS, dass die christlichen Werte der Mitglieder in einer dem BHDS angehörenden Bruderschaft mit der gleichzeitigen Mitgliedschaft in der AfD unvereinbar seien. Emil Vogt betonte: „Wir wehren uns weiterhin gegen Vereinnahmungsversuche der AFD. Wir stellen verstärkt fest, dass die AFD unsere Bruderschaften und Vereine unterwandern will. Wir lassen uns aber nicht vor den politischen Karren der Rechtspopulisten spannen.“

Argumentativ beziehen sich Vogt und der Hauptvorstand auf das christliche Menschenbild der Bruderschaften, das den Zielen der AFD konträr entgegenstehe. Auch sei das Heimatverständnis der Schützen, das auf Offenheit und Integration in einem vereinten Europa setze, nicht vereinbar mit den nationalistischen Vorstellungen der AFD, die Ausgrenzung betreibe. Der BHDS folge damit der Linie der Deutschen Bischofskonferenz. Im Beschluss heißt es unter anderem: „Gerade in der heutigen Zeit, in der rechte Populisten unter dem Deckmantel der Heimatverbundenheit Grenzen abschotten wollen und Fremdenhass schüren, zeigen wir, dass unsere Werte auf Miteinander setzen und nicht auf Ausgrenzung.“

Aktueller Anlass für den Beschluss ist unter anderem eine Werbekampagne der AFD zur Bundestagswahl, die gezielt Brauchtumsfreunde ansprechen soll. Zitat: „Weil bei uns nur der Schützenhut grün ist.“ Gezeigt werden Schützenhüte auf einer Schützenfahne mit dem Leitmotiv „für Glaube, Sitte und Heimat. Vogt findet das „empörend.“ Wichtig für den BHDS ist, dass hiermit zunächst Stellung gegen die AfD bezogen wird, die massiv versucht, die Schützen zu vereinnahmen. Dieses Positionspapier als wichtiges Zeichen der Ausrichtung des BHDS soll als Grundlage für Gespräche und Diskussionen in den rund 1 300 Bruderschaften dienen. (opm/BHDS)

Archivbild – Foto: Claudia Peters