Begegnungszentrum Hannes in Rheydt ist wieder eröffnet

Das Begegnungszentrum Hannes, in der Gemeinde St. Johannes Rheydt gehört zur Katholischen Pfarre Herz Jesu und leistet vielfältige soziale und pastorale Arbeit in den vier Stadtteilen Hockstein, Ohler, Pongs und rund um den Schmölderpark. Die soziale Arbeit richtet sich an alle Menschen in diesen Stadtteilen, unabhängig von Konfession und Religion.
Von RS-Redakteurin Marlene Katz

Foto v.li.: Roland Weber, Thomas Gisbertz, Christina Sperling, Kerstin Holzem, Harald Winkels, Diego Mirabelli, Reiner Jensen, Ulrike Görgl, Pfarrer Michael Schicks
Pfarrer Michael Schicks

Mönchengladbach/Rheydt – Hannes (von St. Johannes) ist ein Begegnungszentrum, das einen wesentlichen Beitrag zu einem guten Miteinander leistet. Ziel ist es, sich für mehr Lebensqualität einzusetzen, besonders für Menschen in den Stadtteilen, die von Armut, Benachteiligung und Vereinsamung betroffen sind. Dies geschieht vor allem durch die verschiedensten Angebote und durch das Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiter.

Pfarrer Michael Schicks, zuständig für die GdG Rheydt-West, war sichtlich erfreut, diese Begegnungsstätte wieder eröffnen zu können. Das Haus war während der Corona-Krise geschlossen, hatte aber dann doch den Vorteil, dass massive Modernisierungsarbeiten durchgeführt werden konnten. So wurden die Fenster und verschiedene Türen erneuert. Ganz besonders stolz ist man auf die Neugestaltung der Toiletten, besonders für die Damen, denn die kommen da nicht mehr raus, so die Worte von Schicks. Umso mehr freut es ihn, dass das Leben jetzt wieder stattfinden kann.

Der Kirchenvorstand hat das Geld in der Hand und investiert überall dort, um den Charakter des Hauses zu unterstützen.

Gemeindereferent Roland Weber stellte jetzt die anwesenden Herren vor und zwar Diego Mirabelli vom Kirchenvorstand, Thomas Gisbertz vom Förderverein Hannes, Harald Winkels vom GdG-Rat sowie den zuständigen Architekten Reiner Jensen, der die Investitionen

Christiane Sperling

geplant und überwacht hat. Kerstin Holzem, zuständig für die Orga, sowie Christiane Sperling, zuständig für das Café Hannes, durften natürlich nicht vergessen werden, denn sie prägen in Zukunft das Gesicht des Begegnungszentrums.

Weber wies weiter darauf hin, bevor etwas unternommen werden kann, muss es durch viele Gremien laufen, aber man hat immer das Wohl der Gemeinde im Hinterkopf.

Als 2015 die St. Johannes Kirche entwidmet wurde, wollte man sich nicht zurück ziehen und so wurde dieses Begegnungszentrum gegründet. Bedürftige Familien sind froh, dass es dieses Zentrum gibt.

So verfügt dieses Zentrum über eine Kleiderkammer, die jeweils am 2. und 4. Montag eines Monats geöffnet ist. Dort können Bedürftige Kleidungsstücke erwerben und zwar zu einem Preis von 0,50 Euro bzw. 1,00 Euro.

Weiter geht es mit dem Lädchen. Dort können Lebensmittel und Hygieneartikel zum halben Preis eingekauft werden. Auch dieses Lädchen ist am 2. und 4. Montag jeden Monats geöffnet. 80 bis 90 Personen stehen zum Teil 3 Stunden an, aber nicht nur um einzukaufen, sondern auch wegen der Kommunikation.

Roland Weber

Da aber in der Corona-Krise das Lädchen nicht geöffnet werden durfte, wurden Gutscheine von Aldi an die Bedürftigen verteilt.

Auch das Café Hannes wird von den unterschiedlichsten Personen besucht. Insgesamt arbeiten dort 25 Ehrenamtler an drei halben Tagen in der Woche, und zwar Montag 14 Uhr bis 17 Uhr (jeden 2. und 4. Montag), mittwochs 9 Uhr bis 12 Uhr) und donnerstags 14 Uhr bis 17 Uhr). Neben den sehr niedrigen Preisen steht auch eine Außenterrasse zur Verfügung.

Für Probleme der Anwohner steht diesen ein Sozialraum zur Verfügung, der mehr oder weniger auch genutzt wird.

Zu guter Letzt muss noch hervorgehoben werden, dass die entwidmete Kirche St. Johannes umgebaut wird. Dort entstehen 23 Wohnungen für Senioren mit Service, 14 davon im sozialen Wohnungsbau und eine Tagespflege mit 15 Plätzen. Der Caritasverband Region Mönchengladbach investiert mehr als 5,5 Millionen Euro in das Projekt, das aus Mitteln des Bundes und der NRW.Bank gefördert wird.