Begeisterte Teilnehmer bei der 7. Irmgardis-Rallye

Es ist noch gar nicht so lange her, als der Motorsportclub (MSC) Süchteln 1925 mit der Irmgardis-Rallye eine Veranstaltung in der Region schuf, die heute nicht mehr wegzudenken ist.

Viersen-Süchteln – Pünktlich rollte der Packard Six 326 Tourer von 1925 mit 56 PS über die Startlinie und eröffnete, gefolgt von einem Austin Seven Chummy (1927), die 7. Irmgardis-Rallye bevor ein Pontiac Firebird Targa (1992) und eine Harley Davidson (1992) fünfundneunzig Teilnehmer später starteten. Dabei hatten sich alle Teilnehmer der Irmgardis-Rallye bereit gemacht rund 125 Kilometer durch den reizvollen Kreis Viersen und den südlichen Teil des Kreises Kleve nach einer vorgegebenen Strecke zu befahren, die Alexandra Hurschler als Sportwartin geplant hatte. Zu enträtseln gab es chinesische Zeichen, die Heinz Grüter, aus dem Vorstand des MSC, gemeinsam mit kniffeligen Sonderprüfungen für die Teilnehmer vorbereitet hatte.

Erst in 2011 hatte der Motorsportclub (MSC) Süchteln 1925 die Historie der Motocross-Rennen wieder aufleben lassen, die Irmgardis-Rallye gegründet, an der 95 Starter mit Old- und Youngtimern in diesem Jahr an den Start gingen. „Alte Schätzchen und glänzender Chrom“ brachten dabei wieder so manches Augenpaar zum Leuchten und ließen die Besucher und Fahrer in Erinnerungen schwelgen. Die Strecke wurde in diesem Jahr in zwei Etappen gefahren, mit einer Mittagspause in Süchteln, wo sich die Teilnehmer am späten Nachmittag erneut trafen, um die Klassensieger genauso wie ein Gesamtsieger ermittelt wurde und den sich in diesem Jahr Ilona Slabbers mit ihrem VW aus dem Jahre 1983 holte. Als Ausreißer galt der BMW i8, ein Hybrid-Fahrzeug, welcher als erster Sportwagen mit den Verbrauchs- und Emissionswerten eines Kleinwagens seine Fahrzeugklasse revolutionieren will. Mit seiner Teilnahme wollte die Mönchengladbacher BMW-Niederlassung zeigen, dass der Hybrid mit seinen Vorgänger mithalten konnte, auch wenn er ohne Wertung fuhr.

Bereits vor dem Start konnten die Besucher die Teilnehmer rund um den Weberbrunnen und den Lindenplatz bewundern, bis zur Rückkehr der Fahrzeuge locke Live-Musik auf dem Lindenplatz mit Kaffee und Kuchen. (pl)

Historie

Als sich im Jahr 1925 junge Süchtelner Bürger dazu entschlossen, einen Motor- und Automobilsportclub zu gründen, befand sich die Automobilindustrie noch in den Kinderschuhen. Die Mitglieder des MSC Süchteln unternahmen schon damals Suchfahrten, Geschicklichkeitsturniere und auch gesellige Ausfahrten. Es passte gut in die Zeit, dass die Süchtelner bereits im Gründungsjahr über eine Motorsportbahn verfügten. 1951 wurde der jetzige“ Motorsport-Club Süchteln e.V. im ADAC“ gegründet. Im Folgejahr fand als erste motorsportliche Veranstaltung eine Fuchsjagd statt, an der bereits 12 Pkw und 18 Motorräder teilnahmen. Schnell wurde der Moto-Cross- Bahn der Beiname „kleiner Nürburgring“ gegeben. Geländefahrten, Geschicklichkeitsprüfung und andere motorsportliche Veranstaltungen lockten über viele Jahre tausende von motorsportbegeisterten Menschen nach Süchteln. 1981 wurde die Moto-Cross-Bahn endgültig eingeebnet und anschließend aufgeforstet. Heute lässt sich nur noch erahnen, wo einst das motorsportliche Herz Süchtelns schlug. Im Laufe der Jahre etablierte sich innerhalb des Clubs auch ein immer größerer Kreis von Oldtimer-Fans.

2011 rief der MSC Süchteln die erste Irmgardis-Rallye ins Leben, das besondere Flair der Süchtelner Innenstadt, die zahlreichen Möglichkeiten, unmittelbar nach dem Start schon die wunderbare niederrheinische Landschaft genießen zu können, all das hat die Irmgardis-Rallye mittlerweile zu einem Magneten für Oldtimer-Freunde aus ganz Deutschland gemacht. (Quelle: MSC Süchteln)

Foto: Martin Häming