Bei Großbrand in Uedem wurden ebenfalls Viersener Einsatzkräfte alarmiert

Am gestrigen Sonntag kam es zu einem Großbrand bei dem Autozulieferer Mühlhoff in Uedem/Kreis Kleve. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung wurden ebenfalls Einsatzkräfte aus der Region, darunter Viersen, mit Messfahrzeugen alarmiert.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen/Uedem – Die enorme Rauchentwicklung im Bereich Uedem führte am vergangenen Sonntag zu einer Alarmierung von Einsatzkräften aus Duisburg, Mönchengladbach, Krefeld und Viersen. Bereits um 8.10 Uhr war am 29.12.2019 die Feuerwehr alarmiert worden, als die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr an dem Gelände des Autozulieferers Mühlhoff eintrafen brannten bereits mehrere Gebäudeteile des Unternehmens für Umformtechnik, welches seit 1832 seinen Stammsitz in Uedem hat.

Der Rauch bildete eine kilometerweit sichtbare Rauchsäule, weshalb Einsatzkräfte mit passenden Messfahrzeugen aus dem Umland alarmiert worden waren, um eine mögliche Schadstoffkonzentration auszuschließen während eine Ausbreitungsprognose unter Berücksichtigung der meteorologischen Daten erstellt wurde. Gegen 13 Uhr konnte die Feuerwehr vor Ort mitteilen, dass die Flammen unter Kontrolle waren. Sieben Betriebshallen des Unternehmens standen laut Feuerwehr bereits in Flammen, fünf weitere Gebäude waren gefährdet, ein Verwaltungsgebäude vollständig niedergebrannt. Rund 250 Einsatzkräfte der Feuerwehr Uedem, alarmierte Einheiten und Unterstützung durch die Bundeswehr waren bis zum Abend hin im Einsatz, am Nachmittag konnte für die Bevölkerung Entwarnung ausgesprochen werden.

Bisher konnte die Brandursache nicht geklärt werden, jedoch deuten erste Anzeichen darauf hin, dass der Brand an mehreren Stellen ausgebrochen ist. Mittlerweile hat die Kriminalpolizei Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen. Der Schaden wird auf einen höheren sechsstelligen Betrag geschätzt, die Ermittlungen dauern an. (dt)