Beim FKV schunkelte die „reifere Jugend“ gerne mit

Den Abschluss des erfolgreichen FKV-Wochenendes in der rot geschmückten Viersener Festhalle bildete traditionell das Fest der reiferen Jugend, welches mit einem unterhaltsamen Programm den Sonntag versüßte.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen – Nachdem Maximilian Koehl (28), das aktuell jüngste Mitglied der Aktivitas, und Niels Hüneburg (30), der bereits vor drei Jahren erfolgreich mit rekordverdächten 27 Jahren auf die Kränzchenbühne getreten war, bereits am Freitagabend bei der FKV-Party ihren ersten gemeinsamen Auftritt als Sitzungspräsidenten erfolgreich absolviert hatten, stand am Sonntag mit der dritten Darbietung der Beginn einer Tradition an, so wie es sich am Niederrhein gehört. Musikalisch begleitet von Allround-Musiker Roland Zetzen moderierten sie für das Publikum, das gewohnt bei dieser Veranstaltung eher zur „reiferen Jugend“ gehörte.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Passend zu den roten Ornaten der Gesellschaft, stießen ebenfalls die Prinzenpaare der Narrenherrlichkeit Viersen gerne auf der Bühne dazu, denn nicht nur das „große“ Prinzenpaar mit Rudi I. und Fabienne I., sondern ebenfalls der närrische Nachwuchs aus dem Rahser, Luca I. und Sophie I., hatte sich mit großer Freude die Zeit für einen Auftritt genommen. Für das Publikum wurde dabei allerdings nicht der übliche Auftritt der Prinzengarde geboten, denn das Kinderprinzenpaar durfte an diesem Tag die Tänzer unterstützen.

Ihr Beifall setzte sich fort bis zum Einzug des nächsten jecken Höhepunktes, schließlich sind die Altstadtfunken Monheim in rot-weiß bekannt für ihren Mix aus Gardetänzen und akrobatischen Einlagen mit modernen Elementen. Angeführt von ihrem langjährigen Kommandanten Horst Eichholz ging es für die Altstadtfunken Monheim 1928 e. V. nicht ohne Zugabe weiter und als die Gäste sowieso gerade bei bester Stimmung waren, reihten sich gerne Klaus & Willi ein, die für Lacher im passenden Moment sorgten. Auch in dieser Session schenken sich der Bauchredner Klaus Rupprecht und seine freche Affenpuppe Willi nichts, fanden genügend Anlässe sich gegenseitig „in die Pfanne zu hauen“ und schlossen auch gerne das Publikum mit in ihren Auftritt ein. Bauchredner Rupprecht gründete bereits im Alter von 10 Jahren ein Marionetten-Theater, 1982 kam es zum ersten Auftritt als Büttenredner bei einer Kindersitzung im Karneval.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Mittlerweile selten auf den heimischen Bühnen zu sehen der Act, der sich als Büttenredner an das Duo anschloss, denn Frank Bühler, alias deä Müllmann, hatte es vor gut fünf Jahren vorgezogen die heimischen Bühnen zumindest teilweise hinter sich zu lassen. Für den FKV machte er in diesem Jahr eine Ausnahme und hatte Schmankel aus dem Vierscher Leben mitgebracht. Er war nicht das einzige heimische Gewächs, welches an diesem Tag die Bühne eroberte, denn was wäre eine Veranstaltung des Fidelen Kränzchens Viersen ohne ein Auftritt de FKV-Familie mit dem Männerballett, einer tänzerischen Reise rund um die Welt, Klamauk und natürlich Livegesang. Die ausverkaufte Festhalle ließ es sich nicht nehmen die eigenen Darbietungen der Gesellschaft mit viel Jubel und Beifall zu begleiten, bevor dann die Reihe der Auftritte im Vierscher Style in die tänzerisch hochkarätige Leistung der Fauth Dance Company mündete. Die Damen gehören zu den besten Showtanztruppen in Deutschland und sind längst nicht mehr nur auf der „kleinen“ Festhallenbühne, sondern ebenfalls in den riesigen Sälen Kölns zu Hause.

Mit dem gemeinsamen Lied endete der mitreißende Nachmittag, der erneut bestätigte: Für Karneval ist man nie zu alt, denn schließlich konnte die Gesellschaft als ältesten weiblichen Gast im Saal eine 98-Jährige und als ältesten Herrn einen 92-Jährigen begrüßen. (ea)

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller