Beispielloses Engagement im sozialen Bereich: Stadtplakette in Silber für Uwe Peters

Uwe Peters, langjähriger Diplom-Sozialarbeiter bei der Diakonie Krefeld und Viersen, wurde gestern Abend im Gemeinderaum der Evangelischen Kirche in den Ruhestand verabschiedet. Der Rat der Stadt Viersen würdigt nun den großen Einsatz, denn er seit 1983 beruflich und darüber hinaus in seiner Freizeit ehrenamtlich für das Gemeinwesen erbracht hat. In Anerkennung und Respekt seiner vielfältigen Verdienste wurde einstimmig beschlossen, Uwe Peters mit der Stadtplakette in Silber zu ehren. Bereits im Jahr 2006 wurde Uwe Peters die bronzene Stadtplakette verliehen.

Viersen – Uwe Peters hat sich um die Stadt Viersen und seine Bürgerinnen und Bürger in besonderem Maße verdient gemacht. Das tat er weit über seinen beruflichen Arbeitsbereich hinaus. Vor allem seine sehr erfolgreiche Quartiersarbeit in unserer Stadt hat er mit zupackenden Engagement, kreativen Ideen und viel Herz für die Menschen umgesetzt.

Zu nennen ist zunächst die Obdachlosenarbeit von 1983 bis 1989 im ehemaligen Notunterkunftsgebiet am Röttchen in Dülken, die die Auflösung dieses Areals und eine dezentrale Unterbringung der Betroffenen zur Folge hatte. Danach folgte sein Wirken in der Gemeinwesenarbeit in verschiedenen Wohngebieten unserer Stadt: Auf der „Berliner Höhe“ begründete Uwe Peters von 1989 bis 1993 unter anderem das „Bürgerbüro Berliner Höhe“ als Treffpunkt und die Straßengemeinschaft „Berliner Höhe“. Im „Robend“ baute er zwischen 1993 und 2001 beispielsweise den „Bürgertreff Robend“, den „Geschichtskreis Robend“ sowie den Kinder- und Jugendtreff „Blaues Haus“ und eine Stadtteilkonferenz in Form eines Runden Tisches auf. Von 2002 bis 2006 war er mit der Gemeinwesenarbeit in der „Junkershütte“ betraut.

Seit 2012 leitete Uwe Peters das Sozialunternehmen „Robin Hood“, das er als selbst 1984 als Projekt gegen Langzeitarbeitslosigkeit mit auf die Beinen stellte.
Foto: Volkmar Hess

Die integrierte Stadtteilentwicklung in der Viersener „Südstadt“ trägt maßgeblich seine Handschrift. Von 2006 bis 2011 war er der unermüdliche Initiator und Motor im Rintgen. Uwe Peters gestaltete den Aufbau des „Südstadt-Büros“, organisierte die Veranstaltungsreihe „Südstadt-Sommer“ und etablierte eine Vielzahl von Bürgeraktivitäten als Teil des Programms „Soziale Stadt“. Seit 2012 leitete er das Sozialunternehmen „Robin Hood“, das er als selbst 1984 als Projekt gegen Langzeitarbeitslosigkeit mit auf die Beinen stellte.

Zu seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten zählte unter anderem das Amt eines Presbyters in der Evangelischen Kirchengemeinde Viersen, seit 1999 ist Uwe Peters tätig als sachkundiger Bürger im Ausschuss für Soziales und Gesundheit der Stadt Viersen. Die Open-Air-Kunstausstellung „viersen openart“ trägt seine Handschrift, er hatte die Idee zur Benefizgesprächsrunde und unterstützte diese von Beginn an tatkräftig. Ebenso ist Uwe Peters im Brauchtum unserer Stadt überaus aktiv.