Beteiligung der Öffentlichkeit: Pläne für die ehemalige Papierfabrik Krefelder Straße

Für den Bereich der ehemaligen Papierfabrik an der Krefelder Straße soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Der Entwurf des Plans mit der Nummer 26-4 liegt öffentlich aus. Laut Baugesetzbuch muss die Stadt Viersen die Öffentlichkeit beteiligen. Wer Anmerkungen zu dem Entwurf hat, kann diese jetzt machen. Diese Stellungnahmen werden im weiteren Verfahren bearbeitet.

Viersen – Der neue Plan soll die rechtlichen Grundlagen dafür schaffen, die ehemalige Papierfabrik unter besonderer Berücksichtigung der historischen Bausubstanz umzugestalten. Dabei entsteht eine Mischung attraktiver Nutzungen. Neben nicht störendem Gewerbe und Büros sind auch soziale Nutzungen sowie Wohnangebote vorgesehen.

Diese Entwicklung entspricht grundsätzlich den städtebaulichen Zielsetzungen der Stadt. Hier wird ein bebauter Bereich innerhalb der Stadt neu genutzt und fortentwickelt. Die behutsame Neugestaltung wertet zudem den restlichen Stadteingang Vierens auf. Die Planung berücksichtigt dabei sowohl die bestehende Wohnnutzung in der Straße Robend als auch die Interessen der benachbarten Gewerbetreibenden.

Der Entwurf liegt bis einschließlich Montag, 9. September 2019, im Rathaus an der Bahnhofstraße aus. Außerdem ist er auf der Internetseite der Stadt Viersen veröffentlicht. Dort finden sich auch Hinweise zu den Ansprechpersonen sowie Detailangaben zu Sprechzeiten. Auf der Internetseite gibt es außerdem eine Übersicht über laufende Verfahren.

Link zum Planentwurf 26-4
https://www.viersen.de/de/projekte/bebauungsplan-nr.-26-4-krefelder-strasse-robend/ 


Baugesetzbuch (BauGB)
§ 3 Beteiligung der Öffentlichkeit
(1) Die Öffentlichkeit ist möglichst frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung, sich wesentlich unterscheidende Lösungen, die für die Neugestaltung oder Entwicklung eines Gebiets in Betracht kommen, und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung öffentlich zu unterrichten; ihr ist Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung zu geben. Auch Kinder und Jugendliche sind Teil der Öffentlichkeit im Sinne des Satzes 1. Von der Unterrichtung und Erörterung kann abgesehen werden, wenn
1.
ein Bebauungsplan aufgestellt oder aufgehoben wird und sich dies auf das Plangebiet und die Nachbargebiete nicht oder nur unwesentlich auswirkt oder
2.
die Unterrichtung und Erörterung bereits zuvor auf anderer Grundlage erfolgt sind.
An die Unterrichtung und Erörterung schließt sich das Verfahren nach Absatz 2 auch an, wenn die Erörterung zu einer Änderung der Planung führt.
(2) Die Entwürfe der Bauleitpläne sind mit der Begründung und den nach Einschätzung der Gemeinde wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen für die Dauer eines Monats, mindestens jedoch für die Dauer von 30 Tagen, oder bei Vorliegen eines wichtigen Grundes für die Dauer einer angemessenen längeren Frist öffentlich auszulegen. Ort und Dauer der Auslegung sowie Angaben dazu, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind, sind mindestens eine Woche vorher ortsüblich bekannt zu machen; dabei ist darauf hinzuweisen, dass Stellungnahmen während der Auslegungsfrist abgegeben werden können und dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben können. Die nach § 4 Absatz 2 Beteiligten sollen von der Auslegung benachrichtigt werden. Die fristgemäß abgegebenen Stellungnahmen sind zu prüfen; das Ergebnis ist mitzuteilen. Haben mehr als 50 Personen Stellungnahmen mit im Wesentlichen gleichem Inhalt abgegeben, kann die Mitteilung dadurch ersetzt werden, dass diesen Personen die Einsicht in das Ergebnis ermöglicht wird; die Stelle, bei der das Ergebnis der Prüfung während der Dienststunden eingesehen werden kann, ist ortsüblich bekannt zu machen. Bei der Vorlage der Bauleitpläne nach § 6 oder § 10 Absatz 2 sind die nicht berücksichtigten Stellungnahmen mit einer Stellungnahme der Gemeinde beizufügen.
(3) Bei Flächennutzungsplänen ist ergänzend zu dem Hinweis nach Absatz 2 Satz 2 Halbsatz 2 darauf hinzuweisen, dass eine Vereinigung im Sinne des § 4 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Absatz 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Absatz 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen ist, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.