Bezirksschützen- und Heimatfest lockt ins Oberbeberich

Vom 13.-16. August feiert die St. Hubertus-Bruderschaft in Oberbeberich ihr Schützen- und Heimatfest. König ist in diesem Jahr Dominik Hendricks aus der Gruppe der Artillerie. Er ist derzeit ebenfalls Bezirkskönig des Bezirksverbandes Viersen-Mitte. Somit findet nach 2018 das zweite Bezirksschützenfest in Oberbeberich statt.

Viersen – Als Minister stehen König Dominik Patrick van den Borst und Ingo Lennertz zur Seite. Prinz der St. Hubertus-Schützenjugend ist Henrik Böken, der von seiner Ministerin Hannah-Sophie Pergens und seinem Minister Henrik Tennie tatkräftig unterstützt wird. Schülerprinzessin ist Maja Lennertz, die von Carolin Funk und Hendrik Siemons begleitet wird. Erstmals werden auch die ganz Kleinen von einer eigenen Zwergenprinzessin vertreten. Emma Lennertz, Schwester der Schülerprinzessin, darf bei der Premiere das Amt bekleiden. Mit Dana Hütter und Finn Gormanns schnuppern ihre beiden Begleiter*innen ebenfalls royale Luft. Alle Jugendmajestäten sind seit vielen Jahren Mitglieder der Schützenjugend. Mit Freude begrüßen die Hubertusschützen in diesem Jahr auch den Bezirksprinz Marvin Büschges mit seinen Ministern Michel Orta und Kevin Häming, sowie die Bezirksschülerprinzessin Vanessa Fuß mit ihren Ministerinnen Lucia Knippel und Melanie Häming. Die Bezirksjugendmajestäten stammen von der St. Notburga Bruderschaft Rahser.

Foto: Privat

„Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr wieder ein Schützen- und Heimatfest feiern können. Im letzten Jahr konnten wir uns immerhin zu vereinsinternen Schützentagen auf dem Mertenshof treffen, doch jetzt können wir endlich wieder in großer Runde feiern“, berichtet Präsidentin Eva Tschöp. Gemeinsam mit Präsident Hans-Willi Pergens bildet sie die neue Doppelspitze der St. Hubertus Bruderschaft. Nicht die einzige Veränderung im Führungskreis der Schützen. Den Bezirksverband repräsentiert seit diesem Jahr Bezirksbundemeisterin Claudia Küsters und löst damit Hans-Willi Pergens nach 12 Jahren im Amt ab.

Bis dahin gilt es jedoch noch viele Vorbereitungen zu treffen. Schon im Laufe des Jahres wurde mit dem Drehen der Rosen im Vereinsheim begonnen. Die heiße Phase hat jedoch nun im August begonnen. Weitere hunderte Rosen wollen gedreht und die Königsburg am Vereinsheim errichtet werden. Das Schützenfest beschränkt sich jedoch nicht auf die Umgebung rund um den Zeltplatz an der Bebericher Turnhalle, daher werden auch das Ehrenmal an der Bockerter Straße und die Hubertus-Kapelle in der Sitzstadt von den Gruppen der Bruderschaft für das Schützenfest noch einmal besonders herausgeputzt. Und auch wer über die Straßen Oberbeberichs flaniert wird den üppigen Fahnenschmuck bewundern können, der in Handarbeit hergestellt und von den einzelnen Gruppen aufgehängt bzw. aufgestellt wird.

Bis zum 12. August müssen alle Vorbereitungen abgeschlossen sein. Die gewohnte Inthronisierung am Königsbogen wird in diesem Jahr ein wenig anders ausfallen, ist König Dominik Hendricks doch bereits vor zwei Jahren ins Amt eingeführt worden. „Corona hat zwei Jahre lang verhindert, dass wir ein richtiges Schützenfest feiern konnten, dieses Jahr lassen wir uns nicht mehr aufhalten!“, berichtet ein strahlender König. Inthronisiert wird dennoch, denn die Jugendmajestäten werden ihre Ämter an diesem Tag erstmals übernehmen und fiebern der Kettenübergabe entgegen. Auch wenn das Königshaus bereits im Jahr 2020 am Ehrenmal ins Amt eingeführt wurde, werden Bruderschaft und Freunde trotzdem zum traditionellen Umtrunk beim König eingeladen.
Offiziell beginnt das Schützenfest mit dem Antreten um 16:15 Uhr am Samstag, den 13. August an den Vier Höfen. Vor Errichtung des Vereinsheims an der Weiherstraße hatte die Bruderschaft hier viele Jahre ihre Unterkunft und so kehren die Schützen alle Jahre wieder gerne dorthin zurück.

Unterstützt von den Freunden aus der St. Remigius Bruderschaft Unterbeberich zieht der Festzug durch die gesamte Sektion Oberbeberich, vom Friedhof an der Zweitorstraße bis hinauf auf die Berliner Höhe. Im Anschluss lädt der Bezirksverband Viersen-Mitte alle Majestäten zum Empfang ins Vereinsheim an der Weiherstraße. Begleitet von den Bebericher Schützen werden alle Majestäten nebst Hofstaat noch zu einem kurzen Festzug geführt, bevor am Abend im Zelt der Schützenball gefeiert wird. Zum abendlichen Ball werden die Bruderschaften aus Ummer, Heimer, Hamm, Bockert, Hoser, Krefelder Straße sowie die Schützengilde von der Niers ins Zelt einziehen. Für die musikalische Begleitung wurde die Band „Farbton“ engagiert.

Am Sonntagmorgen treten die Bruderschaftler um 8.30 Uhr an und ziehen zur Festmesse auf die „Böken-Wiese“. „Wir haben uns für einen Freiluftgottesdienst entschieden. Genügend Sitzmöglichkeiten werden wir schaffen und dann muss nur noch Petrus mit dem Wetter helfen“, berichtet Geschäftsführer Klaus Böken. berichtet Geschäftsführer Klaus Böken. Der Gottesdienst in Oberbeberich wird wie schon seit vielen Jahren vom Liturgiekreis der Bruderschaft gestaltet und vom Musikverein Herongen begleitet. „Es werden Funken fliegen“, verrät Mirko Lennertz vom Liturgiekreis.

Im Anschluss an den Gottesdienst findet auf der Bockerter Straße die große Parade statt.
Nach kurzem Zug zum Ehrenmal legt die Hubertus-Bruderschaft dort einen Kranz zum Gedenken nieder. Musikverein und das Bundesschützen Tambourcorps „Mit vereinten Kräften“ Wickrath spielen anschließend noch zum Großen Zapfenstreich auf. Anschließend marschiert die Viersener Schützenfamilie zum Festzelt, wo um 12 Uhr der musikalische Frühschoppen mit dem Musikverein Herongen beginnt. „Wir werden auch in diesem Jahr wieder für die Unterhaltung der Kinder sorgen, lasst euch überraschen“, verspricht Jungschützenmeisterin Kerstin Gormanns.

Für viele Besucher ein weiteres Highlight ist der Festumzug am Montag. Da treten die Schützinnen und Schützen mit Begleitung in festlicher Garderobe um 18:15 Uhr am Vereinsheim an. Nach einem Umzug durch die Sektion findet im Festzelt der Ball der Majestäten, begleitet von der Band Klangstadt, statt. Als Gäste werden die Bruderschaften aus dem Rahser und aus Unterbeberich ins Zelt einziehen.
Das Schützenfest endet am Dienstag nach dem Umzug in Zivil und dem Prozess des Kirmesteufels. Der Verantwortliche für alle großen und kleinen Missgeschicke, eine von der Königsgruppe ausstaffierte Strohpuppe, wird sein Urteil von Königin Jeanette erfahren.
Anders als in den vergangenen Jahren findet in diesem Jahr der Schützenfestausklang ohne weiteres offizielles Programm statt.

Präsidentin Eva Tschöp freut sich auf viele Besucher: „Wir laden alle Oberbebericher und Freunde der Sektion ein mit uns ein heiteres und fröhliches Wochenende zu verbringen. Schauen Sie einfach am Festzelt vorbei, kommen zum musikalischen Frühschoppen am Sonntag, zum Tanzen am Montag oder einfach zum Klängern am Dienstag. Wir freuen uns auf Sie.“ (opm)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming