Bienen ein Zuhause geben: Kindergarten trifft Landwirtschaft

Auf dem Gelände des Landwirtes Karl Giesen entstand zusammen mit Herz-Jesu-Kindergartenkindern nicht nur eine Wildblumenwiese, sondern auch ein überdimensionales Insektenhotel an einem abenteuerlichen Morgen auf dem Bauernhof.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Dülken – Auch heute noch üben Bauernhöfe auf Kinder eine magische Anziehungskraft aus. Umso wichtiger sind gemeinsame Kooperationen – so wie gerade erst in Dülken geschehen. Bisher wuchs auf der Wiese zu der Einfahrt „Am Schoteshof“ Unkraut, seit gestern gibt es hier Platz für eine bunte Wildblumenwiese. Heinz Giesen, die nächste Generation Dülkener Landwirte, hatte das Projekt auf dem Bauernhof seiner Familie angestoßen. Rund 60 qm überlässt der Landwirt dem Kath. Kindergarten Herz-Jesu Dülken bis zum Herbst als Pate auf denen gestern fleißige Hände die ersten Blumensamen aufbrachten.

Foto: Rheinischer Spiegel

„Ein rundum gelungener Morgen“, lachte Heinz Giesen und schaute zufrieden über die Wiese auf der die Kindergartenkinder lachend herumtollten und vor der nun auch ein übergroßes Insektenhotel sofort den Blick auf sich zieht. Für die Kindergartenkinder ein besonderes Erlebnis. Zwar gibt es ebenfalls im Herz-Jesu-Kindergarten bereits seit einigen Jahren ein Insektenhotel, jedoch ist die überdimensionale Größe des Baus aus Holz, Stroh, Steinen und Hohlstäben auf dem Bauernhof etwas Besonderes.

„Wir möchten gemeinsam mit den Kindern gegen das wachsende Insektensterben arbeiten, möchten den Bienen ein Zuhause geben und den Kindern den Bauernhof sowie unsere Arbeit näherbringen.“ Auf die ersten fliegenden Hotelgäste wird deshalb schon gewartet.
Überhaupt ist die Familie Giesen in verschiedenen Bereichen aktiv und achtet bei ihrer Arbeit auf die Natur- und Tierwelt. „Wir sind komplett gentechnikfrei“, ergänzt Heinz Giesen, „deshalb haben wir uns das auch im August letzten Jahres offiziell bestätigen lassen. Unsere Milchprodukte kommen unter der Marke Tuffi auf den Markt.“ Die braun-gefleckten Kühe waren ein weiterer Anziehungspunkt für die kleinen Gärtner, die gerne wiederkommen um den Fortschritt ihrer eigenen Bienenweide zu begleiten. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel