Blau-Wette Jonges: Orientalische Klänge im Ev. Gemeindehaus

Goldene Kuppeln mit Halbmonden, die eine stattliche Palme überschatten, und ein fliegender Teppich auf dem Aladin und Jasmin zu einem besonderen Sessionsmotto einladen verzieren in diesem Jahr den Orden der KG Blau-Wette Jonges, geben einen ersten Vorgeschmack zur Karnevalssitzung, mit der die Gesellschaft ihre Gäste mitnahm auf eine Reise in den Orient.

Viersen – An ein Märchen aus 1001 Nacht erinnerte das Bühnenbild, betrat man das Ev. Gemeindehaus am vergangenen Freitag zur beliebten Sitzung der KG Blau-Wette Jonges. In den Orient entführte die Gesellschaft in diesem Jahr die Gäste aus der Vierstadt, denn schließlich waren zum bunten Programm auch die Prinzenpaare aus Boisheim, Viersen und Süchteln zu Gast. Gemeinsam standen sie auf der Bühne für den einzigen Wehrmutstropfen des Abends, denn Sitzungspräsident Jürgen Moll legt nach 2 x 11 Jahren eine Pause von den Brettern die die Welt bedeuten ein. Mit dem Süchtelner Künstler Detlef Belk sangen sie vereint „En unserem Veedel“, rührten damit auch Jürgen Moll, dessen Stimme leicht zitterte als er das Mikrofon übernahm. „Danke an euch, ihr wart das treuste und beste Publikum“, so Moll, der fest in die Mitte der Tollitäten genommen wurde, als Detlef Belk gemeinsam mit Prinz Dirk II. „Wenn am Himmel die Stääne danze“ anstimmte. Den Karnevalisten wird Jürgen Moll auf der Bühne der Blau-Wette Jonges fehlen und es bleibt eine Überraschung wer in seine großen Fußstapfen treten wird, die der große Karnevalist hinterlässt.

Der abwechslungsreiche Abend, der mit der Vorstellung des neuen Vorstandes begann, gefolgt von der Vorstellung der Mariechen und dann traditionell vom Hoppeditz eröffnet wurde, bevor Tanzmariechen Dana Sabah ihr Können unter Beweis stellte, war geprägt von 1001 Nacht und bunten Darbietungen, die die Lachmuskeln anregten und zum Schunkeln einluden.

Gerhard Rother alias Gérard hatte seine Puppen Dino und Freddy mit nach Viersen gebracht. Der Bauchredner überzeugte mit kecken Sprüchen, spritzigem Witz, Spontanität und jeder Menge Überraschungen bei seiner Comedyeinlage. Ebenfalls das Publikum nahm Mirja Regensburg in ihren Bann mit ihrer Show, die eine Mischung aus Stand-up Comedy, Improvisation, Moderation und Gesang darstellte. Egal ob Punkte in Flensburg, Punkte beim Essen oder Punkte beim Fußball – die vielseitige Künstlerin teilte ihre Erlebnisse mit den Vierscher Narren, die ihre Vielseitigkeit mit viel Begeisterung belohnte. Das lustige Treiben krönten die Tanzgarde und die Damen der Gesellschaft, die mit ihrer Darbietung der in bunte Kostüme gehüllten Ruhrgarde von 1976 in nichts nachstanden.

Ihnen folgten „Harry un Achim“, als auf der Bühne im Gemeindehaus ein gnadenlos korrekter, gebildeter und verhaltener Romantiker Harry auf den lauten, energischen und forschen Draufgänger Achim traf. Die Lacher waren vorprogrammiert. Auf den Punkt und herrlich selbstironisch zelebrierten Harry und Achim das klassische Zwiegespräch bevor die Kölschen Adler den Abend beendeten. Sie brachten den Party-Sound in den närrischen Abend – in moderner Besetzung, um eine Bläser-Sektion verstärkt und unglaublich facettenreich sorgten sie für großartige Stimmung. (cs)

Foto: Martin Häming