Blockchain Startups: Das sind die heißesten Unternehmen!

Viele Anleger sind auf der Suche nach einer vernünftigen Investitionsmöglichkeit, was sich nicht immer ganz einfach gestaltet. Doch gerade zum jetzigen Zeitpunkt werden die Aktien von Startups immer interessanter. Das betrifft insbesondere die Startups, die auf der Blockchain Technologie basieren. Im Bereich Blockchain-Technologie hat Deutschland die Chance, zum Marktführer zu werden.

Wirtschaft – Gerade Banken suchen bereits die Kooperation zu Blockchain Unternehmen, um deutlich Kosten einsparen zu können und natürlich, um die absolute Sicherheit zu gewährleisten. Im Bereich Blockchain gibt es viele interessante Einsatzmöglichkeiten, daher beschäftigen sich die unterschiedlichsten Startups mit dieser Technologie. Hier gibt es große Wachstumschancen für junge Firmen, die schon bald eine Menge Geld wert sein könnten.

Bitgo

Die ursprüngliche Blockchain-Applikation ist Bitcoin. Hier geht es hauptsächlich darum, die Überweisung zwischen zwei nicht bekannten Parteien zu ermöglichen.

Allerdings ist es für Unternehmen eine Herausforderung, wenn sie Bitcoin-Zahlungen in existierende finanzielle Kontrollsysteme integrieren wollen. Das übertrifft bei Weitem die gewöhnliche Buchhaltung. Hier geht es vor allem um Zugangskontrollen.

Das bedeutet, hier geht es darum, wer Zahlungen autorisieren darf. Genau genommen sind Bitcoin Wallets dafür geschaffen, um einen privaten Schlüssel, der für Bitcoin-Transaktionen benötigt wird, zu speichern. Das bedeutet, hier entscheidet der Besitzer der virtuellen Geldbörse selber, wie die Zugangskontrolle geregelt ist.

Von dem Startup Bitgo wurde speziell für den Unternehmenseinsatz eine Bitcoin Wallet entwickelt. Sie ermöglicht nicht nur die Signaturen von Transaktionen, sondern unterstützt darüber hinaus auch Whitelists, um fehlerhafte Zahlungen zu vermeiden. Doch auch private Blockchain-Systeme werden von Bitgo entwickelt.

Foto: Pietro Jeng/Unsplash

SETL

Dank der Blockchain Plattform, die das Startup SETL den Unternehmen bietet, ist es nun möglich, die Erstellung von Eigentums-Registern zu erstellen. Ebenso kann sie eingesetzt werden, um Sicherheiten auszutauschen. Oder sie kann zum Einsatz kommen bei Investmentfonds und beim Beteiligungskapital.

Darüber hinaus eignet sich die OpenCSD Plattform auch für Factoring- oder Diskontierungs-Geschäfte. Hier geht es darum, die Liquidität auf dem Markt für Handelsrechnungen zu verbessern. Inzwischen hat britische Metro Bank die Blockchain-Plattform getestet, um die Kartenzahlungen der Kunden zu erfassen und zu verarbeiten.

Blockstream

Von diesem Startup wird die ursprüngliche Bitcoin-Blockchain genutzt. Allerdings profitiert das Startup auf der einen Seite sowohl von der Unveränderlichkeit der Daten als auch von der globalen Reichweite der Bitcoin-Blockchain. Auf der anderen Seite sorgt es dafür, dass die Kunden nun die Möglichkeit haben, Assets untereinander auszutauschen und vor allem in eine andere Blockchain zu verschieben. Um diese Vorzüge nutzen zu können, wird von dem Startup die Open-Source-Software-Plattform Elements Project angeboten.

Eine weitere Aufgabe sieht Blockstream darüber hinaus darin, die Bitcoin-Blockchain ins All zu befördern. Auf dem Weg zu einem weltweiten anerkannten Zahlungssystem bedarf es vor allem der Überwindung der Hürde, den Bedarf an Connectivity zu decken.

Fehlt der Zugang zum „global transaction ledger“, ist es nicht möglich, nachzuvollziehen, ob die aktuell angebotenen Bitcoins auch wirklich vorhanden sind, oder ob sie möglicherweise bereits ausgegeben wurden.

Aus diesem Grund möchte Blockstream mehrere Satelliten in den Weltraum schießen. Sie sollen dann fortlaufend über Updates der Bitcoin-Blockchain informieren. Vor allem sollen so auch Nutzer ohne Internetzugang die Möglichkeit haben, ihre Transaktions-Datenbanken auf dem neuesten Stand zu halten.

Waves Platform

Mit Hilfe einer neuen Blockchain-Technologie sucht das Startup nach Möglichkeiten den Transaktions-Durchsatz zu erhöhen. Hier geht es darum, die Transaktionen nicht in regelmäßigen Intervallen zu übertragen, sondern hier geht es darum, die Transaktionen just-in-time zu bündeln. Prinzipiell ist es die Funktionsweise von der Komprimierung eines digitalen Videostreams. Das bedeutet, wenn der Key Frame übertragen wurde, werden nur noch die Veränderungen zwischen den einzelnen Bildern bis zum nächsten Key Frame übertragen.

R3

Hier wird ein „distributed ledger“ namens Corda betrieben, der auch auf Microsoft Azure ausgeführt werden kann. Corda wird von rund 100 Finanzinstitutionen unterstützt. Ebenso wie Ethereum ermöglicht auch Corda Smart Contracts. Doch hier bilden die „schlauen Verträge“ ausschließlich finanzielle Transaktionen ab.

Das Corda-„Kassenbuch“ ist zwar auch allgemein zugänglich, aber darüber hinaus ist hier der Austausch von privater Kommunikation zwischen den Parteien möglich.

Es wäre ja durchaus denkbar, dass man zwar das Transaktionsvolumen in der Blockchain verankert haben möchte, nicht aber bestimmte Geschäftsdetails.

Gem

Hier geht es in erster Linie darum, Healthcare-, Supply-Chain- und Versicherungs-Applikationen zu adressieren. Genutzt werden soll die Blockchain-Technologie zur Schaffung von Systemen, die einen kontrollierten Zugang zu bestimmten Informationen ermöglichen. Der Zugang zu Informationen spielt hier die absolut entscheidende Rolle. GemOS soll dafür sorgen, dass sich Unternehmen mit jedem Data Store oder Blockchain-Netzwerk verbinden können.

Das würde dazu führen, dass viele Unternehmen ihren Kunden bessere Angebote unterbreiten könnten, sofern sie Zugang zu den entsprechenden Informationen hätten. Auf dem herkömmlichen Weg jedoch lehnen die Kunden es kategorisch ab, ihre Daten bezüglich ihrer Fahrzeuge oder ihrer Krankengeschichte frei zur Verfügung zu stellen. Hier kommt die Lösung von GEM ins Spiel, denn hier werden die Daten verschlüsselt und dann mit einer zentralisierten Datenbank (Blockchain) verknüpft. Hier können dann nur autorisierte Parteien zugreifen.

Quelle: Redakteur Martin Weihmann