Bockerter Dorffest lockte mit Vorparade und Dorftreff: Heute wird weiter gefeiert

Mit einem Seniorennachmittag und einer Vorparade eröffnete die Schützenbruderschaft Viersen-Bockert gestern ihr beliebtes Bockerter Dorffest. Auch heute geht es auf dem Hötte-Pötte-Platz mit einem Frühschoppen und attraktiven Angeboten für Kinder weiter.

Foto: Rheinischer Spiegel

Viersen-Bockert – Kaffee und Kuchen im Festzelt und die Klänge der Feuerwehrkapelle aus Grefrath rahmten den gestrigen ersten Tag des Bockerter Dorffestes ein. Der Seniorennachmittag, der von Live-Musik und süßen Schleckereien begleitet wurde, war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg, mit der anschließenden Vorparade, zu der auch das Königssilber bereits getragen wurde, und dem Dorftreff ließ die engagierte Schützenbruderschaft den Abend mit ihren Gästen ausklingen.

Heute geht es ab 11.00 Uhr weiter, die St. Peter und Paul Bruderschaft Viersen-Bockert lädt ein zum Frühschoppen im Festzelt, bevor gegen 13.00 Uhr der Zirkus Antavia einen Ausschnitt aus deinem aktuellen Programm präsentieren wird. Daneben hat die Bruderschaft sich zudem einiges für ihre kleinen Besucher einfallen lassen. Die Schützenjugend steht an den Hüpfburgen zur Seite, die Pfadfinder St. Georg helfen Kiste für Kiste beim Erklimmen der Höhe und eine kleine Oldtimerausstellung gibt einen Rückblick auf vergangene Zeiten, lässt in Erinnerungen schwelgen. Bis in den Abend wird für das leibliche Wohl bei musikalischer Unterhaltung gesorgt, so ist das Bockerter Dorffest bei vielen heute ein beliebtes Ausflugsziel.

Schaut sich der Besucher hier mit aufmerksamem Blick um, wird dieser bald einen Teil der Bockerter Geschichte erkennen. An die bewegte Vergangenheit erinnern drei Stelen und dreizehn Schilder durch das Engagement der St. Peter und Paul Bruderschaft. Die Stelen und Schilder fallen direkt in den Blick, wenn Wanderer zu Fuß den Viersener Stadtteil Bockert erleben wollen, weisen an historischen Orten auf die Vergangenheit hin. Zwei dieser Stelen sind am Wegekreuz Hardter Straße/Kreuzstraße zu finden, welches sich ungefähr im historischen Ortskern von Bockert befindet und in dessen Schatten an diesem Wochenende das Dorffest gefeiert wird. An dieser Stelle stand früher eine Kapelle, die 1886 abgerissen wurde. Ersatzweise errichtete man dann dort ein Holzkreuz, welches aber mehrfach restauriert werden musste, schließlich wurde das Holzkreuz 1927 durch ein Steinkreuz aus Muschelkalk ersetzt.

An die „Hötte und Pötte“ erinnert zudem das Bodendenkmal, das sich in kurzer Entfernung westlich vom Wegekreuz befindet und 1997 von der damaligen CDU-Bürgermeisterin Marina Hammes feierlich eingeweiht wurde. Der Name geht auf den Merksatz „Bockert hätt fiev Hötte on si’eve Pötte“ zurück, der bedeutet, dass früher im Bockert fünf Hofstellen (Hötte) und sieben Brunnen (Pötte) existierten. Die Existenz der Brunnen machte das Entstehen des Ortsteils überhaupt erst möglich, denn anders als in allen anderen Viersener Ortsteilen gab es hier nie ein Fließgewässer. (dt)