Borkenkäfer: Stadt muss rund 200 Bäume fällen

In den städtischen Waldgebieten sind rund 200 Bäume so stark von Borkenkäfern befallen, dass sie kurzfristig gefällt und aus dem Wald entfernt werden müssen.

Foto: bernswaelz

Viersen – Stadtförster Rainer Kammann sagte, die hohen Temperaturen in Verbindung mit wenig Niederschlägen böten den Käfern ideale Entwicklungsmöglichkeiten. Pilze beispielsweise, die den Käfern zu schaffen machen könnten, gebe es kaum. Hinzu komme, dass die Bäume durch die anhaltende Trockenheit und vielfach zusätzlich durch die Nachwirkungen der Stürme vom Jahresbeginn geschwächt seien.

Bei der Kontrolle der Borkenkäferfallen, die die Stadt regelmäßig überprüft, seien sowohl Buchdrucker als auch Kupferstecher entdeckt worden. Diese Käferarten befallen einerseits den Stamm, andererseits die Kronenbereiche. Rainer Kammann: „Beide Arten haben sich stark vermehrt.“
Um zu verhindern, dass die Käfer weitere Bäume gefährden, müssen die befallenen Exemplare möglichst schnell gefällt werden. Das geschieht derzeit und in den kommenden Tagen.

Betroffen sind vorrangig die Bereiche, die auch schon beim Sturm Friederike starken Windwurf zu verzeichnen hatten. Die Stämme werden sofort aus dem Wald gezogen und zunächst im Bereich der städtischen Kompostierungsanlage Hüsgesweg abseits anderer Bäume gelagert. Das kleinere Holz wird am Freitag gehäckselt, so dass die Käfer sich hier nicht weiter entwickeln können.

„Es mag auf den ersten Blick verwundern, dass wir nach den schweren Sturmschäden jetzt mit der Kettensäge scheinbar wahllos weitere Bäume fällen“, sagte Rainer Kammann. Tatsächlich werden aber nur befallene Bäume entfernt – und das nur, um die Ausbreitung der Käfer und damit noch schwerere Schäden zu verhindern. Würde man bei der gegenwärtigen Witterung nicht einschreiten, würden die Käfer wahrscheinlich den größten Teil des Bestandes auf den Süchtelner Höhen und dem Hohen Busch zunichte machen.