Feuer an der Kölnischen Straße in Viersen – Polizei übernimmt die Ermittlungen zur Brandursache

Gegen drei Uhr heute Nacht wurde die Feuerwehr alarmiert, nachdem es zu einem Brand in dem dortigen Obi-Baumarkt gekommen war. Der Brandgeruch, der auf Holz schließen ließ, war bis zur Stadtgrenze Mönchengladbach wahrzunehmen. Ein Feuer war in dem angrenzenden Außenlager im hinteren Bereich des Baumarkte ausgebrochen, es brannten Holzkohle und Grillbriketts.

Viersen – In Brand geraten waren Holzkohle und Grillbriketts in Brand. Die Löscharbeiten waren langwierig. Wegen der Geruchsbelästigung wurde die Bevölkerung über die Warn-App Nina informiert. Luftmessungen ergaben aber, dass keine Schadstoffe freigesetzt wurden.

Um 3:21 Uhr am Donnerstag, 4. Juni 2020, wurde die Feuerwehr Viersen alarmiert. Ein Nachbar meldete ein Feuer im Bereich des Baumarktes. Weil zunächst nicht klar war, was genau für den Rauch sorgte, wurde nach dem Muster für einen „Industriebrand“ alarmiert. Die hauptamtliche Wache, die Löschzüge Viersen und Dülken, die Wasserversorgungseinheit aus Süchteln, der ABC-Erkunder und die Einsatzleitwagengruppe rückten aus.

Außerdem fuhr ein Rettungswagen (RTW) zur Einsatzstelle. Der RTW dient vorrangig dem Eigenschutz. Das bedeutet: Er steht in der Nähe des Brandortes, um im Fall des Falles verletzten Wehrleuten sofort helfen zu können. Die Rettungsdienstler mussten aber nicht eingreifen, es gab keine Verletzten.

Foto: Rheinischer Spiegel

Am Einsatzort wurde schnell klar, dass das Feuer im Außenlager keine Gefahr für das Gebäude bedeutete. Auch waren keine Gefahrstoffe in der Nähe. Hauptwache und Löschzug Viersen kümmerten sich um die Löscharbeiten.
Die Süchtelner sorgten für den Aufbau der Wasserversorgung. Der Löschzug Dülken, der in unmittelbarer Nähe bereitstand, konnte wieder einrücken.

Die Brandstelle war etwa 10 x 20 Meter groß. Das Feuer wurde mit 3 C-Rohren bekämpft. Da hauptsächlich dicht gepackte Grillkohle in verschiedenen Formen brannte, gestalteten sich die Löscharbeiten langwierig. Der ABC-Erkunder prüfte im Umfeld die Luft auf Schadstoffbelastungen, konnte aber außer einer Geruchsbelästigung und Sichtbehinderungen nichts feststellen. Eine entsprechende Warnung an die Bevölkerung im Viersener Osten bis nach Willich erfolgte über die Warn-App Nina.

Mit Hilfe eines Baggers, der von einem örtlichen Unternehmen angefordert wurde, wurden die brennenden und glimmenden Kohlen auseinandergezogen. Kurz nach 5 Uhr konnten die Kräfte der Hauptwache den Brandort verlassen. Der Löschzug Viersen übernahm die weiteren Löscharbeiten, die noch mehrere Stunden dauerten. Insgesamt waren 63 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz. Die Nina-Warnung wurde kurz nach 7 Uhr aufgehoben. Die Polizei war ebenfalls an der Einsatzstelle. Sie übernimmt auch die Ermittlungen zur möglichen Brandursache.

Bereits am Mittwoch waren Hauptwache, Löschzug Viersen, die Schlauchwagengruppe aus Süchteln und die Einsatzleitwagengruppe zu einem Waldbrand auf den Süchtelner Höhen ausgerückt. Das gegen 16 Uhr gemeldete Feuer zwischen dem ehemaligen Kletterwald und dem Fanny-Zahn-Haus entpuppte sich zum Glück als noch kleiner Brand im Unterholz, der rasch gelöscht werden konnte. Hier verhinderte die Feuerwehr Viersen durch ihr rasches Eingreifen größeren Schaden.

Quelle: Stadt Viersen


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