Brand in der Süchtelner Innenstadt: Starker Rauch erschwert Löscharbeiten

In der Nacht zu Samstag, 29. Juli 2017, hat es in dem vom Süchtelner Bastelgeschäft als Lagerraum genutzten Erdgeschoß des Eckhauses der Hindenburgstraße zur Fußgängerzone Hochstraße in Süchteln gebrannt.

Viersen-Süchteln – Durch die starke Rauchentwicklung wurden auch das Nachbargebäude und die Wohnung über der Brandstelle in Mitleidenschaft gezogen. Drei Menschen, die über dem Lagerraum wohnen, konnten sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbst in Sicherheit bringen.

Gegen 23:19 Uhr am Freitag hatte einer der betroffenen Bewohner die Feuerwehr gerufen. Um 23:21 erfolgte die Alarmierung der hauptamtlichen Wache Viersen, des Löschzugs Süchteln und der Löschgruppe Hagenbroich sowie der Einsatzleitzgruppe (ELW-Gruppe). Gemeldet war „Feuer, Menschenleben in Gefahr“. Darum rückten zusätzlich ein Notarztwagen und zwei Rettungwagen aus.

Als das erste Feuerwehrfahrzeug um 23:27 Uhr an der Brandstelle in der Süchtelner Innenstadt eintraf, hatten sich die drei Bewohner des Hauses bereits selbst in Sicherheit gebracht. Sie wurden vom Rettungsdienst untersucht, versorgt und betreut. Dabei stellte sich heraus, dass keiner der Betroffenen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Im Erdgeschoss des Hauses brannte es in einem etwa 5 x 15 Meter großen Lagerraum eines zur Hochstraße gelegenen Bastelgeschäfts. Der Rauch zog auch in das Bekleidungsgeschäft im Nebengebäude und in die über der Brandstelle liegende Wohnung. Wegen der starken Rauchentwicklung waren drei Atemschutztrupps im Einsatz, die das Feuer mit drei C-Rohren bekämpften. Der vom Löschzug Dülken besetzte Atemschutz-Gerätewagen des Kreises Viersen wurde zur Unterstützung hinzugerufen.

Schwierig gestalteten sich die Löscharbeiten nicht zuletzt aufgrund der verwinkelten und verschachtelten Bauweise in diesem Bereich Süchtelns unmittelbar neben der Evangelischen Kirche. Es war für die Feuerwehrleute teilweise nicht zu erkennen, wie der Rauch seine Wege gefunden hatte. Sowohl der betroffene Laden als auch die Nachbargebäude wurden von den Eigentümern oder Ladenbetreibern geöffnet. In den Nachbargebäuden kontrollierte die Wehr, ob es weitere brennende Stellen gibt. Nachdem dort nichts gefunden wurde, wurden die Gebäude entlüftet. Während die Ladengeschäfte teils massive Rauchschäden erlitten, blieb die Wohnung nach ersten Ermittlungen nutzbar.

Um 1:20 Uhr am Samstag konnten die Kräfte der hauptamtlichen Wache und der Löschgruppe Hagenbroich den Einsatzort verlassen. Die Nachlöscharbeiten, die bis in die Morgenstunden dauerten, übernahm der Löschzug Süchteln. Ebenfalls wieder aufgehoben wurde die zwischenzeitliche Alarmierung der Wehrleute des Löschzuges Viersen. Diese waren in die Hauptwache an der Gerberstraße gerufen worden, um dort die Fahrzeuge für eventuelle weitere Einsätze zu besetzen.

An der Brandstelle in Süchteln waren 35 Wehrleute im Einsatz, darunter sechs Kräfte des Rettungsdienstes. Außerdem waren die Polizei und der Notdienst der NEW an den Ort des Geschehens gekommen. Zur Brandursache ergaben sich für die Feuerwehr zunächst keine Erkenntnisse. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Polizei.

Foto: Stadt Viersen