Breitbandausbau: Unterversorgte Schulen bis 2021 ans Glasfasernetz angeschlossen

Der Ausbau der Datenautobahn im Kreis Viersen ist in vollem Gange. Neben dem Anschluss von Privatadressen werden nun auch 51 unterversorgte Schulen im Kreisgebiet mit einem Glasfaserzugang versorgt.

Kreis Viersen – Bis Ende 2020 sollen die ersten Einrichtungen in Kempen und Nettetal ans Netz gehen – die übrigen folgen im Laufe des nächsten Jahres.
Im Vorfeld des großen Breitbandprojets ergab die Analyse der Versorgungslage, dass die Hälfte der 102 Schulen im Kreis Viersen als unterversorgt gilt. Dies bedeutet, dass die aktuell verfügbaren Netze den Bedarf der Einrichtungen – gemessen an der Anzahl der Schülerinnen und Schülern sowie der Klassengröße – nicht decken können. Um die Digitalisierung an den Schulen voranzutreiben, werden diese jetzt an die Datenautobahn angebunden.

„Um unsere Bildungseinrichtungen für die Zukunft zu rüsten, ist der Anschluss an das schnelle Glasfasernetz alternativlos“, betont Landrat Dr. Andreas Coenen. „Nicht zuletzt die aktuelle Situation verdeutlicht, wie wichtig die digitale Lehre ist. Mit unserem flächendeckenden Breitbandprojekt schaffen wir die Infrastruktur, die es dafür braucht.“

Das vom Bund und Land geförderte Projekt ist auf zwei Jahre angelegt. Die Tiefbauarbeiten haben bereits in Schwalmtal und Niederkrüchten begonnen. Kempen und Nettetal werden in Kürze starten. In diesen Kommunen werden die ersten Einrichtungen bis Ende 2020 mit einem schnellen Anschluss versorgt. „Der Ausbau soll bis Ende 2021 fertiggestellt sein, sodass bis dahin alle 51 Schulen ans Glasfasernetz angeschlossen sind“, sagt Breitbandkoordinator Sebastian Cüsters. „Für die Bildungsstätten, die aktuell nicht als unterversorgt gelten, aber langfristig ein schnelleres Netz benötigen, ist bereits ein Folgeprojekt des Bundes in Planung.“