Bruderschaft Wanlo sagt Prunkfeierlichkeiten 2020 ab

Die Ausbreitung des Coronavirus und die daraus resultierenden Einschränkungen für das Veranstaltungswesen in Mönchengladbach haben nun auch Auswirkungen auf die Wanloer Schützen: Die Prunkfeierlichkeiten 2020 fallen aus.

Minister Jürgen Klauth, Kaiser: Michael Schmitz, Georg Peters

Mönchengladbach-Wanlo – „Diese Entscheidung ist ein schwerwiegender und in der Tragweite historischer, aber aufgrund der aktuellen Lage absolut alternativloser Schritt“, sagt der 2. Brudermeister Thomas Blumenhoven zur Absage der diesjährigen Prunkfeierlichkeiten in Wanlo. Schweren Herzens habe man sich im Vorstand nach Rücksprache mit den Majestäten sowie bereits gebuchten Musikzügen und Dienstleistern dazu entschlossen, das für das Wochenende nach Christi Himmelfahrt im Mai geplante Schützenfest ausfallen zu lassen.

Ministerin: Lisa Eschenbrücher, Jungkönig: Niklas Stepprath, Minister Hendrik Hansen

Damit übernimmt die Bruderschaft die Verantwortung für den Schutz der Gesundheit aller Teilnehmer und Gäste bei den traditionellen Feierlichkeiten. Gleichzeitig ergaben sich bereits jetzt spürbare Einschränkungen, die vor allem die Vorbereitungen der Majestäten auf das Schützenfest beeinträchtigten. „Mit unserem ersten Kaiser in der Geschichte wollten wir ein in allen Belangen historisches und besonders fröhliches Schützenfest feiern. Das ist unter diesen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen aber absolut nicht möglich“, erklärt der Brudermeister.

Ritter Jasmin Katz, Schülerprinzessin: Chiara Sudkamp-Nauschütz, Ritter Jana Bihn

So habe man nun beschlossen, das komplette Jahr 2020 „einzufrieren“ und das Schützenjahr nach dem Antoniusfest im Januar 2021 wieder aufleben zu lassen. Das heißt, die in diesem Jahr gekrönten Majestäten werden zur Prunk 2021 in der gleichen Konstellation aufziehen und dann ein hoffentlich besonders prunkvolles Schützenfest feiern können.

Inwiefern die weiteren geplanten Bruderschaftsveranstaltungen, wie zum Beispiel die Fronleichnamsprozession oder ein Sommerevent stattfinden können, werde man lagespezifisch und individuell gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern entscheiden. „Jetzt zählen erstmal die Gesundheit jedes Einzelnen und dass alle getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wirksam sind. Dann sehen wir weiter und hoffen auf eine schrittweise, bedachte Rückkehr zur Normalität“, sagt Thomas Blumenhoven. Gerade die Bruderschaften und Schützenvereine könnten dann mit ihrer verbindenden Art und gemeinschaftsfördernden Veranstaltungen wieder dazu beitragen, dass Menschen nach der langen Kontaktsperre wieder zueinander finden.
Text und Fotos: Bruderschaft/ Thomas Blumenhoven