Bürgerinitiative setzt sich für Unterschutzstellung der Hammer Schanze ein

Direkt zwei Beschwerden der Bürgerinitiative Viersen-Hamm hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung am kommenden Dienstag zur Kenntnis zu nehmen. Die Ehrenamtler kämpfen für einen Eintrag als Bau- und Bodendenkmal der historischen „Nothäuser.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – „Ende Oktober hatten wir die Möglichkeit Akteneinsicht bezüglich der Vorgänge zur Unterschutzstellung der Hammer Schanze als Bodendenkmal und als Baudenkmal vorzunehmen“, so Dr. Volker Breme, Sprecher der BI Viersen-Hamm e. V.. „Dabei ist uns aufgefallen, dass bereits mit Schreiben vom 22.08.2016 vom Landesamt für Denkmalpflege im Rheinland die Eintragung der Hammer Schanze als Baudenkmal beantragt wurde. Mit Schreiben vom 04.01.2017 wurde vom Amt für Bodendenkmalpflege die Eintragung der Hammer Schanze als Bodendenkmal beantragt. Eine entsprechende Umsetzung dieser Anträge in die Denkmalschutzlisten der Stadt Viersen als untere Denkmalbehörde ist bis zum heutigen Tag nicht erfolgt.“
Der Antrag des Landesamtes für Bodendenkmalpflege sei zwischenzeitlich durch die Ausführung von drei Bodenschnitten untermauert worden, doch die eine Information der Öffentlichkeit sei bisher nicht erfolgt.

Zwei Beschwerden der Bürgerinitiative liegen dem Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung nun vor, welcher dieser am Dienstag, 1. Dezember, zur Kenntnis nehmen wird. Die Vorlage der Stadt Viersen führt aus, dass die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zwar wurde beschlossen, doch die Prüfung nehme eine nicht unerhebliche Zeit in Anspruch. Es sei beabsichtigt das Bau- und Bodendenkmal „Hammer Schanze“ in die Denkmallisten der Stadt Viersen einzutragen. Hierzu wurden archäologische Sachverhaltsermittlungen ebenso durchgeführt wie eine Machbarkeitsstudie, welche der Präzisierung des Eintragungsumfangs dienen. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten soll zeitnah eine Eintragung des Bau- und Bodendenkmals „Hammer Schanze“ erfolgen.

Die Eintragung eines Denkmals erfolgt im Benehmen mit dem Landschaftsverband von Amts wegen oder auf Antrag des Eigentümers oder des Landschaftsverbandes. Das Antragsrecht steht nur dem Eigentümer zu, nicht den sonstigen Nutzungsberechtigten, einem interessierten Fachmann oder einem lediglich in Sichtweite wohnenden Nachbarn, führt die städtische Vorlage weiter aus.
„Die meist älteren Anwohner der Hammer Schanze sind über diesen Schwebezustand besorgt“, ergänzt Dr. Volker Breme. „Zum Erhalt dieses Kleinods sollten die Denkmalschutzverfahren endlich abgeschlossen werden.“ (nb)

„Die meist älteren Anwohner der Hammer Schanze sind über diesen Schwebezustand besorgt“, ergänzt Dr. Volker Breme. „Zum Erhalt dieses Kleinods sollten die Denkmalschutzverfahren endlich abgeschlossen werden.“ Foto: Rheinischer Spiegel/Nadja Becker