BUND Kreis und Stadt Viersen fordert Vermeidung von klimaunfreundlichen Schottergärten

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hat der BUND Viersen einen Bürgerantrag auf Streichung der natur- und klimaunfreundlichen „Schottergärten“ und „Schottergräber“ gestellt hat. Außer einer Anhörung sei seither nichts mehr geschehen. Der BUND kritisiert das fehlende Engagement zum Klimaschutz.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen – Schottergärten bestimmen immer mehr das Stadtbild. Auf großen Flächen verschwindet die Blütenvielfalt, stattdessen entstehen Schotter- und Betonwüsten. Hier bittet der BUND Viersen den Rat und die Verwaltung künftig Bürgeraktivitäten zur „Begrünung“ der privaten Grundstücke, Haus- und Garagenfassaden, Hausdächer etc. tatkräftig zu fördern, sie zu unterstützen und auf den stadteigenen Flächen selbst aktiv zu werden oder auf eigenen städtischen Flächen das natürliche Grün dem Betongrau vorzuziehen. Den Bürgerantrag dazu hatte der BUND Stadt und Kreis Viersen bereits im Oktober vergangenen Jahres gestellt, doch nach ersten Diskussionen im Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung herrscht seitdem zwischen Stadtverwaltung und BUND Funkstille.

Stefan Feiter (FDP) sah den Eingriff in das Eigentumsrecht der Hauseigentümer kritisch, denn durch den Bestandsschutz einer Mauerbegrünung würde sich eine Modernisierung als schwierig gestalten. Für eine Weiterverfolgung des Themas allerdings sprachen sich alle weiteren Parteien im Ausschuss aus, die die Verwaltung mit der Erarbeitung einer Vorlage beauftragten.

„Der Klimawandel läuft auch in Viersen weiter“, so die BUND-Vorsitzend Almut Grytzmann-Meister, die sich nach mehr als einem halben Jahr Wartezeit nun erneut an die Viersener Bürgermeisterin gewandt hat. „Leider hat Ihre Verwaltung bisher keinerlei konkrete Vorschläge für eine Satzung etc. zu unserem Bürgerantrag dem Rat, der Öffentlichkeit und uns als BUND vorgelegt. Wir haben die Bürgermeisterin gebeten uns mitzuteilen, ob sie gedenkt unseren Bürgerantrag noch definitiv in dieser Legislaturperiode behandeln zu lassen – und wann genau.“ (ea)

Die BUND-Vorsitzende in der Stadt und im Kreis Viersen, Almut Grytzmann-Meister, setzt sich seit über 25 Jahren für den Umwelt- und Tierschutz ein. Foto: Rheinischer Spiegel/hm