BUND Stadt und Kreis Viersen kämpft gegen Plastik-Vermüllung in Schulen

Mit Mehrheit hat die NRW-BUND-Mitgliederversammlung entschieden den Antrag aus Viersen zu unterstützen. Aus ihm folgt der Antrag an das Schulministerium Plastik jeder Art sofort aus den NRW-Schulräumen zu verbannen. Erste Projekte sollen in Viersen folgen. 
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen/Region – Vor wenigen Tagen haben 187 Staaten bei einer UN-Konferenz in Genf angesichts der Vermüllung der Weltmeere und Landschaften rechtlich verbindliche Beschlüsse gefasst, um den Plastikmüll drastisch zu reduzieren. Aufgrund dieser Meldung hat der BUND Stadt und Kreis Viersen in einigen NRW-Schulen recherchiert und feststellen müssen, dass dort nach wie vor ungebremst und in Mengen Plastik verwendet wird: Unmengen von Plastikbeuteln in Schulabfallkörben, Plastikhüllen in Hülle und Fülle um Schulbücher und Hefte, Plastik bei Schulmaterial-Verpackungen, Plastik beim Schulessen, Plastik bei Pausenbroten, bei Flaschen.

„Ein Plastikverbot in den Schulen wird nicht nur die Vermüllung unserer Landschaften und Flüsse stoppen helfen; es hat auch beim Schulministerium, bei den Schulleitern, Lehrern, Eltern und bei den Schülern einen wichtigen und erzieherischen Effekt: Rücksichtnahme auf unser aller Natur und Umwelt“, so BUND-Vorsitzende Almut Grytzmann-Meister. „Wir schlagen vor bei der Schulministerin zwar ein grundsätzliches Einverständnis zum Plastikmüll-Stopp zu erreichen; beginnen aber sollte man – ganz praktisch – zunächst einem Stopp der unendlich vielen Plastikhüllen um die Schulbücher und Hefte, die man ja auch mit Packpapier gut schützen kann.“

Keinesfalls sollte sich der BUND aber auf langwierige „Feldversuche“ der Schulbürokratie einlassen, so die einhellige Meinung. Hier gehe es um ganz einfache, rasche und praktikable Lösungen, die unverzüglich umgesetzt werden können. Der BUND Stadt und Kreis Viersen wird in den kommenden Wochen die Initiative ergreifen und Schulen innerhalb der Stadt direkt ansprechen um gemeinsame Projekte anzustoßen. (nb)

Foto: Hans Braxmeier/Pixabay